Happy End für Pferdefamilie in Vösendorf. Mutter und Sohn bei Tierschutz Austria wieder vereint: Zwei Vollblutaraber finden im Tierschutzhaus Vösendorf ein neues Heim.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 22. Oktober 2020 (13:26)

Tierschutz Austria ereilte kürzlich ein Hilferuf aus dem benachbarten Ausland: Eine Pferdebesitzerin aus der Slowakei erlitt mehrere Schicksalsschläge gesundheitlicher, privater und finanzieller Natur. In dieser ausweglosen Situation fand sie leider in ihrem Heimatland trotz aller Versuche keinerlei Hilfe oder Unterstützung. Besonders schlimm für sie war, dass sie sich ihre zwei Pferde Laila und Shehab nicht mehr leisten konnte. Die 20-jährige Stute und der achtjährige Wallach sind zwei Vollblutaraber (arabisches Vollblut) und noch dazu Mutter und Sohn.

Daher tat es ihr besonders weh, dass sie sich gezwungen sah, Shehab aufgrund ihrer finanziellen Probleme bereits vor sechs Monaten zu verschenken. Wie sie später erfahren musste, wurde ihr geliebter Hengst dort auch nicht gut gehalten. Als sie sich jetzt auch noch von Laila trennen musste, die sie selbst einst vorm Schlachter gerettet hatte, wandte sich die Dame an Tierschutz Austria und bat um Hilfe, da sie sich für ihr Tier ein artgerechtes Zuhause wünschte. Und hier verhallte ihr Ruf nicht: Der Verein erklärte sich sofort bereit, die Stute zu übernehmen. Als die Dame auch von Shehabs Schicksal berichtete, zögerte Tierschutz Austria auch hier keine Sekunde und erklärte sich bereit, auch dem jungen Wallach ein Zuhause zu geben.

Mutter und Sohn wiedervereint

Am vergangenen Wochenende wurden beide Pferde nun ins Tierschutzhaus Vösendorf gebracht und Mutter und Sohn konnten sich endlich wiedersehen. Mittlerweile fühlen sich die beiden auf ihrer Koppel am Gelände des Tierschutzhauses schon sehr wohl und dürfen auch bis auf weiteres dort bleiben.

Sechs Pferde in Obhut von Tierschutz Austria

Insgesamt sorgt Tierschutz Austria damit für sechs Pferde. Die vier anderen Exemplare, allesamt ältere Tiere, wurden bereits vor einiger Zeit an dem Haus nahestehende Gnadenplätze vermittelt, TSA sorgt aber weiterhin für deren Pflege und Versorgung.