Perchtoldsdorf: Schichten sind angezapft

Erstellt am 20. Mai 2022 | 05:49
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeisterin Andrea Kö und Gemeinderat Martin Fürndraht (r.) mit Wasserwerksleiter Martin Mochal am Brunnen-Standort im Begrischpark.
Foto: Marktgemeinde
Brunnen-Baustelle im Begrisch-Park startet im Sommer, dann wird eingespeist.
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Die Suche nach einer weiteren Trinkwasserquelle waren erfolgreich. Im Herbst 2019 stieß man bei Probebohrungen im Begrischpark in 110 Metern Tiefe auf eine reichhaltige Wasserschicht mit Trinkwasserqualität – die NÖN berichtete.

Dieses weitere Wasservorkommen wird Perchtoldsdorf neben den acht bereits bestehenden Brunnen zusätzlich mit Tiefquellwasser versorgen und die bestehenden 4.500 Hausanschlüsse mit mehr als 1,2 Millionen Kubikmetern versorgen. Um das qualitativ hochwertige Tiefquellwasser zu erschließen, erfolgt in den Sommermonaten die finale Brunnenbohrung über zwei Bohrlöcher von 45 Zentimetern Durchmesser. In einem Umfeld von fünf Quadratmetern wird ein unterirdischer Brunnenschacht angelegt, der mit einem Bodendeckel verschlossen und im Naherholungsgebiet kaum sichtbar sein wird. Die Einspeisung über den Hochbehälter am Goldbiegel ist für Herbst geplant.

„Wir sind in der glücklichen Lage, über zahlreiche Tiefquellwasser-Reserven zu verfügen.“

Bürgermeisterin Andrea Kö, ÖVP, und Gemeinderat Martin Fürndraht, ÖVP, Referent für Naturschutz und Wasserwerk, jubeln. „Wir sind in der glücklichen Lage, über zahlreiche Tiefquellwasser-Reserven zu verfügen. Die Vorteile dieser autarken Trinkwasserreserven liegen auf der Hand: Eigenförderung macht uns unabhängig von externen Versorgungsquellen.“ Zudem habe Tiefquellwasser besonders hohe Trinkqualität. Nicht zu vergessen auf die nicht unwesentliche Löschwasserversorgung nahe des Rosegger-Schulstandorts. Die Gesamtinvestition in die Kapazitätserweiterung beläuft sich auf etwa eine Million Euro und wird durch die Wassergebühren finanziert.

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