Brunn am Gebirge: Energie der Sonne optimal nutzen

Marktgemeinde Brunn am Gebirge arbeitet ihr ambitioniertes Photovoltaik-Programm nunmehr Schritt für Schritt ab.

Erstellt am 09. Januar 2022 | 05:32
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Andreas Linhart inspiziert gemeinsam mit Gebäude- und Liegenschaften-Abteilungsleiter Herbert Pertl, Gemeinderätin Christine Hausknotz und Haustechniker Michael Edlinger die neue Photovoltaik-Anlage am Dach der Volksschule in der Franz Schubert-Straße (v.l.).
Foto: Gemeinde Brunn/Johanna Hoblik

Mit einem Kilowattpeak (kWp) lassen sich rund 1.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom pro Jahr erzeugen. Die neue Anlage am Dach der neuen Volksschule in der Franz Schubert-Straße ist für 74 kWp ausgelegt. Ein Projekt, das unter Bürgerbeteiligung umgesetzt wurde.

Das „Sale & Lease Back-Finanzierungsmodell“ hat eine Laufzeit von 13 Jahren und bringt zwei Prozent Rendite. 38 Haushalte waren beteiligt, mit maximal je sechs Modulen. Nach weniger als einer Stunde waren alle 197 Module vergeben, vermeldete die Landes-Energieagentur eNu „neuen Rekord“. Das Schulgebäude wird nunmehr klimaneutral mit Strom versorgt, bei etwaigem Überschuss erfolgt die Einspeisung ins Netz.

Auch Kindergarten wird umgerüstet

Eine weitere Anlage, die ebenfalls in Betrieb gegangen ist, befindet sich am Dach des Kindergartens in der Bahnstraße. Sie wurde mit einer Maximalbelegung von 23 kWp konzipiert, durch die Gemeinde finanziert und mit dem Brunner Unternehmen „greenlemon“ realisiert. Zudem wird die Beleuchtung des Kindergartens auf LED umgestellt.

Damit nicht genug folgen weitere Projekte, beispielsweise beim neu zu errichtenden Landeskindergarten am Areal der Volksschule Franz Schubert-Straße. Hier ist eine Vorzeige-Anlage mit 70 kWp in Planung.

„Wir haben einen Ausbauplan für Photovoltaik auf gemeindeeigenen Liegenschaften entwickelt, den wir in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umsetzen wollen“, betonte Christine Hausknotz, NEOS-Gemeinderätin und Referentin für Energie und Nachhaltigkeit. In Kombination mit der im Aufbau befindlichen „Erneuerbaren Energie Gemeinschaft“ (EEG) soll die Überschussenergie lokal für interessierte Brunner nutzbar werden. „Wir wollen so die ambitionierten Ziele des Landes NÖ auf dem Gebiet der Photovoltaik unterstützen und vor allem einen Beitrag zum Umbau der Energieversorgung auf rein erneuerbare Energie leisten.“

e5-Programm: Beitritt war „wichtiger Meilenstein“

Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, ergänzte: „Das europaweit verbreitete e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden unterstützt die Kommunen bei ihrer nachhaltigen Klimaschutzarbeit. Diesem Programm beizutreten, war ein wichtiger Meilenstein.“ Ziel sei, langfristig Maßnahmen zu setzen und deren Wirksamkeit zu evaluieren. „Damit können die Bemühungen der Gemeinde intensiviert und die Ziele effizienter umgesetzt werden“, ist Linhart überzeugt.