Kreisverkehr regt in Münchendorf auf

Bericht in Gemeindezeitung über mögliche neue Verkehrslösung in Himberger Straße und Velmer Straße sorgt für Aufruhr. Unterschriftenliste übergeben.

Judith Jandrinitsch
Judith Jandrinitsch Erstellt am 08. Oktober 2021 | 05:38
Kreisverkehr Münchendorf
Von der Himberger Straße hinaus geht es Richtung Betriebsgebiet in die Rojer Straße.
Foto: JJ

Der Grund, warum Bürgermeister Josef Ehrenberger, SPÖ, in den letzten Gemeindenachrichten laut darüber nachgedacht hat, bei der Kreuzung Velmer Straße, Himberger Straße, Franz Hütter Straße einen Kreisverkehr zu errichten, „geschah rein aus Gründen der Verkehrssicherheit“, betonte der Ortschef.

Dieses laute Nachdenken hat dazu geführt, dass der Bürgermeister eine Unterschriftenliste gegen dieses Projekt überreicht bekam, wie er in der letzten Gemeinderatssitzung bekannt gab. Die Unterzeichner fürchten, dass in der Himberger Straße dann der Schwerverkehr spazierenfahren könnte, weil das Betriebsgebiet mit der neuen Rojer Straße gleich dort anschließt. Außerdem werden die Kosten des Kreisverkehrs bemängelt, diese liegen geschätzt bei über einer Million Euro.

„Ich denke, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle eine Verkehrsberuhigung für diese neuralgische Stelle darstellen würde.“ Josef Ehrenberger

Ehrenberger erklärt: „Ich denke, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle eine Verkehrsberuhigung für diese neuralgische Stelle darstellen würde. Ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommt, dass der Schwerverkehr dann durch die Himberger Straße, die ja noch dazu eine Tempo 30 Zone ist, fließen wird. Das ist ja aufgrund der Tonnenbeschränkung auf der Brücke über den Werkskanal gar nicht möglich.“ Die geforderte Absenkung der B16, damit Lkw direkt in die Santorastraße abbiegen können, koste keineswegs wie kolportiert nur 300.000 Euro.

„Die 300.000 Euro sind rein die Kosten für das Absenken der Bundesstraße. Dazu kommen noch die Kosten für die Linksabbiegespur, Grundankäufe, und ein Drittel der Gesamtbaukosten, die die Gemeinde tragen müsste. Da bin ich dann ungefähr dort, wo ich mit dem angedachten Kreisverkehr bin“, sagt Ehrenberger. Er betont: „Ich lade jeden dazu ein, der Fragen zu diesem Thema hat, in meine Sprechstunde zu kommen. Ich erkläre gerne anhand von Plänen jedes Detail.“