Brunn am Gebirge: Wiener Straße wird zur Großbaustelle

B12 wird zwischen Bahnstraße und Kirchengasse grundlegend saniert.

Erstellt am 20. November 2021 | 05:21
Wiener Straße wird Großbaustelle
Michael und Gerhard Ungersbäck mit Oliver Prosenbauer vor der Bäckerei in der Wiener Straße
 
Foto: Haunold

In Brunn am Gebirge steht eine Straßensanierung an. Betroffen ist die Wiener Straße von der Bahnstraße bis zur Kirchengasse, einer der Hauptverkehrsadern von Mödling Richtung A2 und Perchtoldsdorf, die von Ende Februar bis Ende Dezember 2022 gesperrt werden soll. „Wir haben das Projekt lange vor uns hergeschoben, wollen es aber jetzt in Angriff nehmen“, erklärt Bürgermeister Andreas Linhart (SPÖ). „Als Nächstes folgen dann die Kirchengasse und das Teilstück der Leopold Gattringerstraße wieder zur Wiener Straße.“

Individualverkehr wird umgeleitet

Um Verkehrschaos zu verhindern soll der Individualverkehr über die Bahnstraße, Lkw über die Liechtensteinstraße umgeleitet werden.
Diese Sperre werde aber nicht nur für den Verkehr, sondern auch für die dort ansässigen Wirtschaftstreibenden (z.B. Bäckerei Ungersbäck, Kreativshop Wech, Klebl Immobilien) eine Herausforderung, ist ÖVP-Wirtschaftsgemeinderat Oliver Prosenbauer überzeugt.
Er hat zu einem „Wirtschaftsgipfel“ geladen, um die Situation mit den Betroffenen und dem ausführenden Planer Helmut Rennhofer zu diskutieren. Die Gewerbetreibenden befürchten nicht nur Anlieferungsprobleme, sondern vor allem erhebliche finanzielle Einbußen.

„Die Sanierung der Wiener Straße ist wichtig und wird nach Fertigstellung unser Ortszentrum enorm aufwerten“ Wirtschaftsgemeinderat Oliver Prosenbauer

„Die Sanierung der Wiener Straße ist wichtig und wird nach Fertigstellung unser Ortszentrum enorm aufwerten“, ist Prosenbauer überzeugt. Andererseits aber kritisiert er auch, dass es „keine Einbindung der Wirtschaftstreibenden in die Umbaupläne gegeben hat“. Um Verluste zu minimieren, hat der Wirtschaftsausschuss dafür gesorgt, dass ein Ausweichlokal in der Gattringer-Straße angemietet und den Betroffenen ein Jahr lang kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Linhart sieht keine Anlieferungsprobleme für die Wiener Straße-Unternehmer, da „zuerst der südliche Teil, danach der nördliche gesperrt werden wird. Zufahrten sind dann jeweils über die nicht gesperrten Straßenteile möglich“.

Die lange Umbauzeit erklärt Linhart mit den notwendigen Einbauten (Kanal, Wasser, Gas, Strom), die „teilweise nicht dokumentiert sind“. Bleibt zu hoffen, dass in der Umbauphase, die immerhin zehn Monate dauern soll, auch die Geduld der Autofahrer nicht all zu sehr strapaziert wird.