Mödlinger Bahnhof bleibt weiterhin Schutzzone. Die Behörde hat den Hotspot erneut mit der Maßnahme gemäß § 36a Sicherheitspolizeigesetz ausgewiesen.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 31. Dezember 2020 (05:53)
Der Bahnhof Mödling und seine unmittelbare Umgebung bleiben weitere sechs Monate Schutzzone.
Dworak

Nach einer gemeinsamen Evaluierung zwischen Bezirkshauptmannschaft und Bezirkspolizeikommando Mödling bleibt der Bahnhof Mödling inklusive City Center Mödling (CCM) und Park & Ride Anlage auch in den nächsten sechs Monaten Schutzzone gemäß § 36 Sicherheitspolizeigesetz.

Der Bahnhof Mödling gehöre nach wie vor zu den Hotspots, was die tägliche Polizeiarbeit und die damit verbundenen präventiven Maßnahmen betreffe, betonte Bezirkshauptmann Philipp Enzinger.

Exekutive sprach 90 Betretungsverbote aus

So wurden im vergangenen Halbjahr insgesamt 52 Straftaten zur Anzeige gebracht und 90 Betretungsverbote ausgesprochen, 16 Personen wurden wegen der Nichteinhaltung des bereits über sie verhängten Betretungsverbotes wiederholt zur Anzeige gebracht.

Im Vergleich zu der ersten Jahreshälfte war ein markanter Anstieg der Strafdaten zu verzeichnen – speziell im Bereich der Drogen- und Einbruchsdelikte (Raddiebstähle). Der Grund dafür dürfte mit der stufenweisen Rücknahme der Lockdown-Maßnahmen in Verbindung stehen, merkt der Behördenleiter an.

Für die allgemeine Polizeiarbeit habe sich die Schutzzone im Rahmen des polizeilichen Einschreitens bis dato „bestens bewährt“, bestätigte Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Oberstleutnant Oliver Wilhelm. Auch die Verantwortlichen der Stadtgemeinde Mödling, der ÖBB, des CCM und den ansässigen Betrieben werde die Schutzzone nach wie vor als sehr nützliches und adäquates Mittel zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls gesehen und daher auch befürwortet.