Vorhang auf für die neue Kultur-Saison in Mödling!. Nach einem erfolgreichen Kultursommer wartet das Stadttheater nun mit einem attraktiven Programm auf.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 17. September 2020 (04:34)
Bürgermeister Hans Stefan Hintner, Intendant Bruno Max, Kulturstadtrat Stephan Schimanowa und Christina Saginth.
Schätzle

Zufrieden kann die Stadtgemeinde auf einen erfolgreichen Kultursommer blicken. „Wir haben im Vergleich zu anderen Städten ein großartiges Programm geboten“, resümierte Bürgermeister Hans Stefan Hinter, ÖVP, anlässlich der Präsentation des Herbstprogrammes des Stadttheaters: „Das war ein wichtiges Signal.“

Kulturstadtrat Stephan Schimanowa, SPÖ, unterstrich: „Kultur ist nicht Luxus, sondern fixer Bestandteil des Lebens. Wir haben sowieso schon ein hohes Kulturbudget und haben in diesen schwierigen Zeiten nochmals etwas draufgelegt.“

„Das Bedürfnis nach Kultur ist vorhanden, und es ist unsere Verpflichtung, für die Menschen Theater zu machen.“ Intendant Bruno Max

Stadttheater- und Bunker-Intendant Bruno Max konnte indessen stolz auf das Lob des AUVA-Prüfers verweisen, in Covid-Zeiten das „best aufgestellte der von ihm geprüften Theater zu sein“.

Die neue Saison bringt Änderungen, eine Reduktion auf 160 Sitze, ausreichend Sitzabstand auch nach hinten und Plexiglasscheiben zwischen den Sitzen, die nach jeweiliger Bestellung umgesteckt werden können.

Zwei Stücke, die bereits geprobt wurden, aber Corona-bedingt noch nicht Premiere hatten, eröffnen die Saison, „Der zerbrochene Krug“ in einer witzigen Bearbeitung von H.C. Artmann und Harold Pinters „Betrogen“. Im Dezember inszeniert Max Nestroys „Umsonst“, ein Stück über arbeitslose Schauspieler, das durchaus aktuellen Bezug verrät. Mit „One Flea Spare – Nur eine Laus“ startet das Theater ins neue Jahr.

Es folgen im Februar „The Effect - Nebenwirkungen“, eine österreichische Erstaufführung, im März „Revanche - Mord mit kleinen Fehlern“ und im April „Punk Rock“, ein Stück, mit einem durchschnittlichen Besetzungsalter von 17 Jahren. Auch „Tod eines Handlungsreisenden“ hat indirekt mit Corona, mit der Korrosion des Mittelstandes zu tun. Das letzte Stück ist Elias Canettis „Die Hochzeit“, ein sprachgewaltiges Stück, bei dem Max mit einem großen Ensemble aufwartet. Ein von Seline Ströbele in der Corona-Krise ausgearbeitetes Special gibt’s Ende Mai „Heute Abend: Lola Blau“, ursprünglich von Georg Kreisler für Topsy Küppers geschrieben. „Das Bedürfnis nach Kultur ist vorhanden, es ist unsere Verpflichtung, für die Menschen Theater zu machen“, erläutert Bruno Max.