Ein blinder Passagier mit Überraschung im Gepäck . Katzendame dürfte mit LKW nach Österreich gereist sein. Im „Gepäck“ hat sie mindestens vier Katzenjunge.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 24. Februar 2018 (12:39)
Wiener Tierschutzverein/WTV

Ein tierischer blinder Passagier aus Deutschland? Seit dem gestrigen Donnerstag ist eine schwarze Langhaar-Katzendame Gast im Wiener Tierschutzverein (WTV). Sie wurde von Mitarbeitern eines Logistikunternehmens in Wien-Simmering (11. Bezirk) in einer Lagerhalle entdeckt. Da das Tier keine Anstalten machte, die Halle zu verlassen, wurde ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen zu Hilfe gerufen, welches das Tier mit einer Lebendfalle rasch einfangen konnte. Anschließend wurde die Katze in den WTV nach Vösendorf gebracht.

Die genaue Herkunft des Tieres ist zwar nicht bekannt, jedoch hegen die Mitarbeiter des Logistikers aufgrund ihrer Transportrouten den starken Verdacht, dass die Katze in Deutschland in einen LKW gestiegen sein muss und quasi als blinder Passagier nach Österreich mitreiste.

Genaue Herkunft der Katze ist nicht bekannt

Im WTV wurde das Tier schließlich eingehend tierärztlich untersucht. Da sie nicht gechipt war, ließ sich die deutsche Herkunft der Katze auf diesem Wege leider nicht nachweisen. Schneewittchen, so der neue Name der Samtpfote, ist zum Glück kerngesund und in einem sehr gepflegten Zustand. Und sogar mehr als das: Bereits beim Abtasten hegte die WTV-Tierärztin die Vermutung, dass Schneewittchen nicht alleine gereist sein dürfte. Eine anschließende Ultraschalluntersuchung bestätigte die Diagnose. Die Kätzin ist mit mindestens vier Jungen trächtig und dürfte circa in der Mitte der Trächtigkeit sein (Kätzinnen sind in der Regel rund zwei Monate trächtig).

Schneewittchen ist nun in einem ruhigen Katzenzimmer im WTV untergebracht, wo sie sich von dem Stress erholen darf und sich in aller Ruhe und mit liebevoller Pflege des WTV-Personals auf die Geburt ihrer Kätzchen vorbereiten kann. Der WTV wird allerdings dennoch über soziale Medien versuchen, mögliche Besitzer auch über die Landesgrenzen hinaus zu eruieren. Sollte sich niemand melden und klappt alles nach Plan, so können Schneewittchen und auch ihre Babys, wenn sie groß genug sind und keine mütterliche Fürsorge mehr benötigen, nach medizinischer Freigabe und Ablauf sämtlicher gesetzlicher Fristen in einiger Zeit an neue liebevolle Plätze vergeben werden. Der WTV bittet allerdings um Verständnis, dass aktuell keinerlei Angaben zum genauen Vergabezeitpunkt der Tiere gemacht werden können. Auch Reservierungen sind nicht möglich.