Fragen über Fragen zum Thema Ortsentwicklung. Unter dem Titel „sub>urban. Reinventing the fringe“ zerbricht man sich in Vösendorf zum Thema Stadtrand den Kopf.

Von Johannes Taschler. Erstellt am 03. Juni 2017 (04:31)
stadtland
Gemeinderat Christian Kudym, SPÖ, Wolfgang Ermischer, SPÖ, von der Bezirksvorstehung Liesing, Landtagsabgeordneter Rüdiger Maresch, Grüne, Bürgermeisterin Andrea Stipkovits, SPÖ, Landtagsabgeordneter Hans Stefan Hintner, ÖVP, Stadtentwicklungsleiter Andreas Trisko, Dominik Dittrich von der NÖ Raumordnung und Matthias Müller, Vizebürgermeister in Brunn, SPÖ (v.l.).

Im Rahmen des EU-geförderten Projektes „sub>urban“ lernen europäische Städte voneinander, wie die Stadtrandgebiete qualitätsvoll verdichtet und für das Wohnen attraktiver gemacht werden können. Sei es die Weiterführung eines Radwegs über die Grenze zwischen Wien und NÖ hinaus oder gar der Bau eines gemeinsamen Schul- oder Wohnprojektes – die NÖN berichtete.

Einen weiteren Schritt in die richtige Richtung setzte man am Montag bei einer Veranstaltung in der Event Arena. Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Andrea Stipkovits, SPÖ, wurde der von TU-Studenten produzierte Kurzfilm „Stadt(rand)geschichten“ gezeigt. Dieser dokumentierte, wie Menschen, die in dieser Region leben oder arbeiten, das „Planungsgebiet Vösendorf-Siebenhirten“ wahrnehmen.

Zentrum soll als Ort der Begegnung dienen

Eine wesentliche Frage war jene, ob es einen Ortskern gibt, welche Anforderungen man an ihn stellt und ob man ihn überhaupt braucht. Im Video kamen beispielsweise auch die Ideen auf, zu groß geratene Parkflächen für Feste zu nutzen oder einen Kindergarten auf dem Dach eines Supermarktes oder eines Parkhauses unterzubringen.

Danach wurden bestehende Erfolgsprojekte präsentiert. Amsterdam enthüllte Details, die zuvor unattraktive Areale für die Bevölkerung wieder interessant gemacht haben und referierte über ein zweites „Alt Erlaa“ vor Amsterdams Toren. Auch Barcelona, Brno und Antwerpen lieferte Ergebnisse. Bei der Podiumsdiskussion verlieh Landtagsabgeordneter Hans Stefan Hintner, ÖVP, als „grenzenloser Optimist“ der größten Problematik Ausdruck: der gemeinsamen Finanzierungslösung.