Gerichtsurteil für schlägernden Taxler gefällt. Führerschein gesperrt, Streit mit Kollegen – da schlug ein Taxler zu: sechs Monate bedingt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Mai 2020 (05:13)
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Ein 21-jähriger Serbe und seine 20-jährige Freundin standen vor Gericht, weil er einen Kollegen verletzt und sie falsch ausgesagt hat. Am 21. Dezember holte das Opfer, ein 28-jähriger Taxi-Kollege, den Serben und die Freundin von zu Hause ab, damit dieser die Schicht antreten konnte. Der „Kollege“ sei erst nach 15 Minuten erschienen, sehr nervös gewesen und wollte „offenbar Streit“. Faustschläge und Tritte folgten dann tatsächlich.

Der Serbe rechtfertigte sich so: Er sei auf Arabisch beschimpft worden, zudem „war es nicht mein Tag, es war noch früh.“ Er habe dann seine Freundin gebeten, falsch für ihn auszusagen.

Die Lebensgefährtin wollte vermeiden, dass „seine Führerscheinsperre verlängert wird“. Denn der junge Serbe hatte als Fahrer bei einer Kontrolle über 0,5 Promille Alkohol im Blut. Darauf fragte die Richterin: „Wie kann man ohne Führerschein mit einem Taxi fahren?“ Der Angeklagte antwortete: „Es war erst zwei Tage nach der Sperre.“ Die Frau kam mit einer Diversion davon, sie muss 90 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Für den Angeklagten setzte es – nicht rechtskräftig – sechs Monate bedingter Haft.