Hotspot für die Tiere. Präsidentin Madeleine Petrovic und ihr Team halten das Areal „durch unser Engagement in Schuss“.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 06. September 2018 (04:43)
Jandrinitsch
Fans des Wiener Tierschutzhauses, Brigitte mit Hund Sivo, Luna, Emilia, Scauspielerin, Kabarettistin und Tierschutzhaus-Botschafterin Monika Weinzettel sowie Lara mit ihrem Hund Hunny. Mehr über die Kalender-Präsentation gibt’s auf Seite 78.

Jedes Tier im Tierschutzhaus – dem größten Europas – hat eine spezifische Geschichte. Täglich werden rund 2.000 verletzte, heimatlose oder verwahrloste Haustiere und Wildtiere aufgepäppelt, versorgt und weitervermittelt.

Ohne das Engagement von Angestellten, Ehrenamtlichen und Präsidentin Madeleine Petrovic würde das Tierleid in Wien, NÖ und dem Burgenland exponentiell ansteigen. Denn das Wiener Tierschutzhaus auf Vösendorfer Boden hat sich für diese drei Bundesländer längst zu einem Kompetenzzentrum gemausert: „Tiere kümmern sich nicht um Bundesländergrenzen“, merkt Petrovic an. „Ich würde mir auch von Behörden wünschen, dass die Bereitschaft zu handeln nicht vor der eigenen Haustür aufhört.“

Die Präsidentin fordert daher einen Tierschutzverbund zwischen den drei Bundesländern, „ähnlich dem Verkehrsverbund Ostregion“, damit die Koordination zwischen einzelnen Betreuungsstellen und dem Wiener Tierschutzhaus besser funktioniert. Worauf Petrovic stolz ist: „Wir haben es trotz widrigster Umstände geschafft, dieses Haus zwei Jahrzehnte lang für Mensch und Tier bewohnbar zu halten und zu einem Hotspot für Tierschutz in Österreich zu entwickeln. Unser Engagement hält unser Haus in Schuss“.

Denn unübersehbar ploppt wieder verflüssigter Teer an die Oberfläche; Ergebnis einer bekannten Altlast, die sich unter dem Gelände befindet. Der heiße Sommer hat diese Entwicklung offenbar begünstigt.

Teer-Austritt bleibt nach wie vor Thema

Mittlerweile muss sich auch Vösendorfs Bürgermeisterin Andrea Stipkovits, SPÖ, wieder mit dem Fall befassen, auch wenn das Grundstück der Gemeinde Wien gehört. „Wir werden unsere Hausaufgaben machen und prüfen lassen, ob die Gefahr besteht, dass Teer in das Kanalsystem eindringen kann.“.

Der Stimmung taten die Teerflecken keinen Abbruch. Dafür sorgte nicht nur das Programm, sondern auch Kabarettistin Monika Weinzettel, der offiziellen Botschafterin des Tierschutzhauses.