Pendeln unnötig: Gibt genug Arbeit im Ort. In Vösendorf gibt es mehr Arbeitsplätze als Einwohner. Dennoch ist die Arbeitslosenquote zweistellig und damit zu hoch.

Von Johannes Taschler. Erstellt am 09. Februar 2017 (02:56)
Taschler
Vösendorfs „Works“-Verantwortlicher Thomas Samer, Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner, Hannes Koza, Liesings „Works“-Chef Alex Surojewic (v.l.).

Was die Ausgewogenheit der Arbeitsplätze betrifft, findet man in Vösendorf eine extravagante Situation vor, denn es gibt grundsätzlich mehr Arbeitsplätze als Einwohner; und von 3.500 erwerbstätigen Vösendorfern sind es nur etwa 700, die im Ort arbeiten.

Der Volkspartei Vösendorf sei es „schon vor zwei Jahren ein großes Anliegen, diesen Zustand zu ändern“, erklärt Klubchef Hannes Koza. Nunmehr wurde das Projekt „Vösendorf Works“ gestartet, wobei es sich um eine Online-Jobbörse von ortsansässigen Unternehmen für Vösendorfer Bürger handelt, die für beide Seiten völlig kostenlos ist. „Fahr nicht fort, arbeite im Ort!“, wirbt Koza für das Projekt, das die Zahl der Pendler verringern und damit vor allem die Lebensqualität steigern soll.

Gestaltung der Jobbörse ist guter Ansatz

Aufrechterhalten wird die Börse von VP-Gemeinderat Thomas Samer, der sich vor allem in seiner Funktion als Ortsobmann des NÖ Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbundes mit Themen wie diesen befasst.

In Liesing gibt es diese Art der Jobbörse bereits. „Wir haben uns mit ‚Liesing Works‘ zusammengeschlossen und wollen auch ortsübergreifend gemeinsame Sache machen. Insofern haben wir eine sinnvolle Brücke in das benachbarte Wien geschlagen und starten voll durch“, erzählt Koza.

Für SPÖ-Bürgermeisterin Andrea Stipkovits ist „die Gestaltung der Jobbörse ein guter Ansatz. Wenn sie nur einem Einzigen helfen kann, hat sie sich schon gelohnt“.