Revitalisierungsprojekt: Fischer pflegen Natur. Der Fischereiverein Alt-Vösendorf machte aus toten Ziegelteichen lebendige Gewässer. Auszeichnung folgte.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 29. März 2019 (04:16)
Der Fischereiverein Alt Vösendorf schuf aus einem ehemals toten Baggersee ein lebendiges Naturgewässer.
ÖKF Fish Life

Den Fischen ein Haus bauen, in dem sie sich wohlfühlen: das war der Projektgedanke des Alt-Vösendorfer Fischereivereines mit Obmann Alfred Brauneder an der Spitze. Das Projekt war so erfolgreich, dass es vom „Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz“ (ÖKF Fish Life) zum Projektsieger der Kategorie „Lebensraum Wasser“ gekürt wurde, und das passgenau am 22. März, am Welttag des Wassers.

Ein Haus bekamen die Fische in den drei „Alt-Vösendorfer“-Teichen im südlichen Teil von Vösendorf, an der Grenze zu Wr. Neudorf und Biedermannsdorf. Es sind ehemalige Lehmgruben, aus denen das Rohmaterial für die Ziegelherstellung gewonnen wurde.

"Teiche haben sich zu einem Naherholungsgebiet entwickelt"

Brauneder stellte das Projekt so vor: Für eine fischgerechte Wohnung braucht man ein gemütliches Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, wie Fische es lieben mit Flachwasserzonen inklusive Schilf- und Uferbewuchs sowie ein Esszimmer mit einem reich gedeckten Tisch, wobei Schilfinseln nicht nur Strukturen schaffen, sondern auch den Sauerstoff- und Nährstoffgehalt des Gewässers verbessern.

„Eine kindgerechte Stube entsteht durch die Gestaltung von Schutzzonen mit Totholz und Uferbewuchs, der ins Wasser ragt. Durch diese Maßnahmen profitieren nicht nur die Fische, sondern die ,Alt Vösendorfer’-Teiche haben sich zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt, das gerne besucht wird“, betonte Brauneder.