Vösendorf

Erstellt am 25. Oktober 2017, 05:23

von Brigitte Steinbock

Streit zwischen Autofahrer und Radfahrer eskalierte. Verkehrsteilnehmer wollten Meinungsdifferenzen mit Faustschlägen lösen.

Symbolbild  |  Shutterstock/tommaso79

Ein Radfahrer, 39 aus Wien, und ein Autolenker, 48 und ebenfalls aus Wien, gerieten sich im April auf der Schönbrunner Allee in Vösendorf heftig in die Haare. Nun erfolgte das gerichtliche Nachspiel.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Erstangeklagte den Radfahrer in einer Rauferei mehrmals mit der Faust geschlagen haben, wobei dieser unter anderem einen Nasenbeinbruch erlitt. Der Zweitangeklagte wiederum soll dem Autofahrer eine Rissquetschwunde zugefügt haben. Grund für die Handgreiflichkeiten wären die „üblichen“ Probleme zwischen Autofahrern und Radlern gewesen.

Im Kreisverkehr wieder getroffen

„Der Radfahrer fuhr nicht am Radweg, sondern mitten auf der Straße und behinderte den Verkehr. Als ich ihn endlich überholen konnte, deutete ich auf den Radweg, als Hinweis, und er begann, mich wüst zu beschimpfen“, schildert der PKW-Lenker den Hergang.

In einem Kreisverkehr begegneten sich die beiden erneut. Irgendwann stieg der PKW-Lenker aus und verlor die Kontrolle. Beide Seiten behaupteten vor Gericht, dass der andere zuerst angegriffen hätte.

Schlussendlich glaubte das Gericht dem Radfahrer. Er wurde freigesprochen, während der PKW-Lenker zu acht Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 9.600 Euro verurteilt wurde. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.