Die Thermenregion soll geeint werden. Die NÖN befragte die Spitzenkandidaten der aktuell im Parlament vertretenen Parteien über die ihre Ziele.

Von Andreas Fussi und Christoph Dworak. Erstellt am 17. September 2017 (05:40)
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Der Wahlkampf ist angelaufen. Der SPÖ-Wahlkreis-Spitzenkandidat kommt aus dem Bezirk Baden: Andreas Kollross aus Trumau sieht seine Kandidatur auch „als Auftrag, beide Bezirke in der zukünftigen Arbeit zu vertreten. Ich will mich nicht als Badener Abgeordneter verstanden wissen, sondern als Mandatar der Thermenregion, der die Anliegen und Bedürfnisse dieser Region vertritt.“ Gabriele Steiner aus Brunn am Gebirge ist Listenzweite.

Auch die ÖVP-Liste wird von einer Vertreterin aus dem Nachbarbezirk angeführt: Carmen Jeitler-Cincelli aus Baden: „Ich stehe dafür, gemeinsam Politik zum Positiven zu verändern. Was ich mit vielen Gleichgesinnten bereits erfolgreich für Baden umsetzen konnte, möchte ich gerne für unsere gesamte Thermenregion tun. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich für diesen Weg der Veränderung breite Unterstützung finde und damit uns allen eine klare Stimme im Parlament geben darf.“ Nummer 2 auf der ÖVP-Liste ist Mödlings Stadtchef Hans Stefan Hintner. Er hofft, über die persönlichen Stimmen – „Das ist mein vierter Vorzugsstimmenwahlkampf“ – ins Hohe Haus einziehen zu können.

Christian Höbart, FPÖ, will Grundmandat

Die Nummer 1 der FPÖ-Liste kommt aus Guntramsdorf: Christian Höbart will im Wahlkreis ein Grundmandat holen. „Bei einem Ergebnis von knapp 20 Prozent wäre es auch geschafft. Ich werde mit meiner Wahlkampfmannschaft versuchen, das freiheitliche Wahlprogramm mit all seinen Facetten und Inhalten möglichst vielen Menschen schmackhaft zu machen.“

Dieter Brosz aus Trumau (Bezirk Baden) geht zum 4. Mal als Spitzenkandidat für die Grünen Niederösterreich ins Rennen und ist auch im Wahlkreis die Nummer 1 – Gemeinderätin Anna Teichgräber aus Mödling steht auf 2. Er ist seit 18 Jahren im Parlament und aktuell Chefstratege im Grünen Parlamentsklub. Schlagzeilen machte Brosz zuletzt mit seinem Kampf gegen Hass im Netz. Durch rechtliche Schritte bekämpft er menschenverachtende Kommentare vor allem auf Facebook. „Wir sind damit europaweit Vorreiter beim Versuch, die Spaltung der Gesellschaft zu bekämpfen.“

Der Oberwaltersdorfer Niki Scherak ist für NEOS sowohl Spitzenkandidat in Niederösterreich als auch als Listenerster – die Breitenfurterin Edith Kollermann folgt erst auf Platz 3 – im Wahlkreis: „Wir sind eine kraftvolle Alternative zu den alteingesessenen Parteien, ihren eingefahrenen Machtstrukturen und Abhängigkeiten“, meint Scherak: „Freiheit und Verantwortung für die Bürger müssen in den Mittelpunkt der Politik gestellt werden.“

Viele Bezirkskandidaten auf „neuen Listen“

Peter Kolba aus Laab im Walde ist Nummer 1 der „Liste Peter Pilz“, Josef Schelling aus Baden der einzige „Gilt“-Vertreter auf der Wahlkreisliste, Robert Scherzer aus Maria Enzersdorf führt die „Freie Liste Österreich“ an, Miriam Frauenlob aus Wien „KPÖ Plus“, Gregor Piotrowksi aus Perchtoldsdorf und Gerald Zelina aus Vösendorf bilden das „Die Weißen“-Duo im Wahlkreis.