Wasser, Marsch!. Die Verantwortlichen der Stadt wollen von einem Chaos nichts wissen. Fehler im System ist behoben.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 25. Juni 2014 (07:10)
NOEN, Wodicka
Nach der gähnenden Leere in den Mödlinger Wasserbehältern – die NÖN berichtete – ist man in der Stadtgemeinde um Beruhigung bemüht. Für Wasserwerksleiter Fritz Panny war „von einem Chaos in unserem Betriebsfall zu keiner Zeit die Rede, denn es wurden strategisch sofort die richtigen Maßnahmen gesetzt, um die Wasserversorgung wieder herzustellen“.

Zum angeblich fehlenden Krisenmanagement der Stadtgemeinde – diesbezügliche Beschwerdemails und -telefonate gingen auch in der NÖN-Redaktion ein – meint Panny: „Es gibt im Wasserwerk einen Notversorgungsplan, der auch im Katastrophenschutzplan der Stadtgemeinde Mödling inkludiert ist und laufend überarbeitet wird.“

Zudem seien im Bürgerservice und im Wasserwerk vier Bedienstete mit der Beantwortung von Fragen der Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Stadtteile beschäftigt. Nahezu alle Anrufer hätten Verständnis für die Situation gezeigt.

Herstellerfirma hat den Computerfehler gefunden

Eine Situation, die nicht unglücklicher hätte kommen können. Ein Systemfehler hatte die Steuerungsanlage lahmgelegt, Alarm wurde nicht ausgelöst. Für gewöhnlich wäre der Wochenend-Rufbereitschaftsdienst automatisch bei jeder Fehlfunktion verständigt worden.

Unabhängig von diesem Umstand lieferten die Pumpen in Moosbrunn wegen Stromschwankungen kein Wasser. „Die Herstellerfirma hat den Computerfehler gefunden, behoben und die Verantwortung für die Fehlfunktion übernommen“, berichtet Panny. Unterm Strich sei er „sehr stolz auf mein Team, das diese noch nie da gewesene Situation so rasch in den Griff bekommen hat“.

SP-Vizebürgermeister Andreas Holzmann sieht durchaus Positives im Ausfall. „Mödling ist fast 50 Stunden mit dem Wasser ausgekommen, die Löscharbeiten beim Großbrand in der Pfandlbrunngasse inklusive.“ Dennoch dürfte es „nicht mehr passieren, dass uns die Technik so besiegt“.