Mödlinger Kasperl tritt via Zoom auf. Während des Lockdowns müssen Kinder nicht auf Lieblinge verzichten. Abenteuer gibt’s für zu Hause.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. Februar 2021 (03:11)
MÖP-Gründerin Katharina Mayer-Müller bietet ab Samstag Vorstellungen via Zoom an.
MÖP

Das Warten auf die Öffnung zieht sich „nun schon wie alter Hosengummi“, ist Katharina Mayer-Müller, Gründerin des Mödlinger Puppentheaters (MÖP) frustriert. Auch der Kasperl zupfe schon „an seiner schicken FFP2-Maske, hinter der sich all die Hoffnung verkriecht – und der riesengroße Wunsch, endlich wieder Vorstellungen im Theater aufführen zu können“.

Das Warten ist nun vorbei, Kasperl und seine Freunde haben einen Raum gefunden, von dem aus er die Fans erreichen kann: MÖP bietet ab 6. Februar die Möglichkeit, den Vorstellungen via Zoom live beizuwohnen.

„Natürlich ersetzt das keinen leibhaftigen Theaterbesuch, doch wird haben uns das reiflich überlegt, von allen Seiten genau betrachtet und festgestellt, dass Kunst von der Vielfalt der Kanäle lebt, über die man sie ausleben kann“, betont Mayer-Müller: „Es ist eine wunderbare Möglichkeit, nicht ganz auf den Kulturgenuss und die Begegnung mit dem Kasperl verzichten zu müssen. Wir müssen spielen, wir können gar nicht anders.“

Man habe während der vorstellungsfreien Zeit viel gearbeitet und vorbereitet. Auch wenn Zoom das Theatererlebnis nicht auf allen Ebenen ersetzen könne, wage man „das notwendige Experiment“.

Womit es bis auf Weiteres jeden Samstag um 16 Uhr eine Zoom-Übertragung geben wird. Eine Spende aufs Konto ist die virtuelle Eintrittskarte fürs Kasperlvergnügen.