Mödlinger Autorinnen stellen „Die wilde Wanda“ vor. Sabine Wolfgang und Gabriele Hasmann stellen in ihrem Buch 22 kriminelle Frauen aus drei Jahrhunderten vor.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 30. Juli 2020 (05:19)
Sabine Wolfgang: Interesse für Kriminalpsychologie.
Symonds de Montfort

Beide interessieren sich schon lange für Kriminalfälle und beide arbeiten schon eine ganze Weile zusammen. Gemeinsam veranstalten sie auch regelmäßig das „Mystery Dinner“, ein kulinarisches Event, bei dem die Gäste in die Lösung eines Kriminalfalles involviert sind.

Da lag für Sabine Wolfgang und Gabriele Hasmann die Idee auf der Hand, nun auch einmal gemeinsam ein spannendes Buchprojekt zum nämlichen Thema ins Leben zu rufen.

Sabine Wolfgang erläutert: „Ich interessiere mich schon lange für Kriminalgeschichte und Kriminalpsychologie, und Gabriele Hasmann hat schon rund 40 einschlägige Bücher geschrieben, da hatten wir die Idee, uns einmal einem besonders ungewöhnlichen Thema zu widmen.“

Was daraus geworden ist, liest sich in „Die wilde Wanda und andere gefährliche Frauen“ äußerst spannend.

Minutiös haben die beiden Autorinnen Protokolle und Zeitungsmeldungen recherchiert und die kriminellen Taten von 22 Frauen in fesselnden Biografien zusammengefasst.

Unter diesen findet sich auch die Geschichte einer Mödlinger Hausfrau. Josefine Luner, geboren 1893, lebte mit ihrem Gatten Edmund in der Jägerhausgasse.

Sie stellte ein 14-jähriges Mädchen aus dem Burgenland als Hausgehilfin an, folterte diese regelmäßig aufs Sadistischste, bis diese schließlich zu Tode kam.

Hasmann und Wolfgang beleuchten auch die Hintergründe der jeweiligen Taten.

Hinsichtlich der Motive teilen sie ihr Buch in die Abschnitte „Rache und Hass“, „Geltungsbedürfnis und Luxussucht“, „Habgier und Geldnot“ und „Lust und Leidenschaft ein.

Sie stellen in ihrem Buch bekannte und weniger bekannte Verbrechen aus Österreich vom 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts vor. Erhältlich ist es im Ueberreuter Verlag, 19 Seiten, 18 Euro.