19-Jähriger als Dealer vor Gericht. Vom Eigenkonsum zum Drogenverkauf war es für den jungen Wiener Neudorfer nur ein kurzer Weg.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. Januar 2021 (03:44)
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Ein 19-jähriger Schüler aus Wiener Neudorf musste sich wegen dem Handel mit Cannabis und dem Umgang mit Suchtgift in Wiener Neustadt vor Gericht verantworten.

Der junge Mann gab zu, im Sommer des Vorjahres etwa 580 Gramm Cannabis an mehrere Abnehmer verkauft zu haben. Auf die Frage wie alles angefangen habe, erklärte er, dass er im Februar 2020 zum ersten Mal „Gras“ geraucht habe. „Dann kam der Lockdown, die Schule war zu, ich konnte keine Freunde treffen, keinen Sport ausüben und ich hatte Probleme in der Familie – da habe ich innerhalb kürzester Zeit große Mengen geraucht. Ich war sehr unzufrieden mit meinen Leben insgesamt.“

Ab Juli habe er dann begonnen, Cannabis zu verkaufen, um seinen Eigenkonsum zu finanzieren. „Im August war ich dann schon bei Kokain, da blieb von den Einnahmen gar nichts mehr übrig“, merkte der junge Mann vor Gericht an.

Die Verhaftung Ende August habe ihn „in die Realität zurückgerissen“, mittlerweile sei er drogenfrei und in Therapie. Er wurde wegen Suchtgifthandel und unerlaubtem Umgang mit Suchtgift zu 12 Monaten bedingt verurteilt. Außerdem wurde Bewährungshilfe verordnet. Da die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgab, ist das Urteil nicht rechtskräftig.