Enttäuschendes Ergebnis: „Sauberer“ Zweiter. Trotz des ersten Platzes bei der Abstimmung wurde Wiener Neudorf nicht die „Sauberste Region Österreichs“.

Von Karl Stiefel. Erstellt am 05. August 2017 (03:24)
Reinwerfen statt Wegwerfen / Kurt Keinrath

Der Wettbewerb rund um die „Sauberste Region Österreichs 2017“ ist vorbei und die Initiative „Wiener Neudorf picobello“ muss sich gegen die Projekte aus Wien und dem Land Niederösterreich ex aequo auf dem ersten Platz geschlagen geben. Kurz vor dem Ende der Publikumsabstimmung sah es jedoch anders aus: die Gemeinde führte mit über 100 Stimmen vor dem zweitstärksten Teilnehmer Wien.

„Alleine wie viele Leute wir relativ zur Bevölkerung mobilisieren konnten, für uns zu stimmen, war für uns ein deutliches Signal. Dass die anderen Projekte so stark waren, dass unser erster Platz bei der Abstimmung nichts mehr gebracht hat, ist für uns enttäuschend“, zeigt sich Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, unzufrieden mit dem Ergebnis.

Siegesfeier findet trotzdem statt

Auch Vizebürgermeisterin Elisabeth Kleissner, Umweltforum, die das Projekt eingereicht hat, ist über den Ausgang unzufrieden: „Mit einer guten Jury-Bewertung und einem ersten Platz bei der Abstimmung hätte ich doch mit einem Sieg gerechnet. Ich sehe das Ergebnis als ein Dank an die Leute, die Wiener Neudorf sauber halten.“

Fazit für den Ortschef: „So gerne wir den Titel der ‚Saubersten Region 2017‘ für Wiener Neudorf gehabt hätten – ich bin stolz, dass wir mit Wien und dem Land Niederösterreich mithalten konnten. Der Stimmen-Vorsprung zeigt uns, dass wir definitiv die sichtbarere Initiative bei dem Wettbewerb eingereicht haben. Es geht uns nicht nur um die Auszeichnung, sondern darum, dass sich die Wiener Neudorfer spürbar wohl in ihrer Gemeinde fühlen. Auf jeden Fall kriegen die Sieger eine Feier gesponsort. Die wollen wir trotzdem veranstalten, alleine, um uns bei der Bevölkerung für die starke Unterstützung und die Solidarität zu bedanken. Dieses Bewusstsein ist für uns eine Auszeichnung.“