Lärmschutz läuft ganz nach Plan. Gigantisch große Maschinen entlang der A2 im Bereich von Wiener Neudorf zeigen: Hier wird gearbeitet.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 05. März 2021 (02:23)
Die Bohrpfahlgeräte haben die Aufgabe, die 13 Meter hohen, hoch absorbierenden Lärmschutzwände fest im Erdreich zu verankern. ASFINAG
NOEN

Es ist keine alltägliche Baustelle, an der tausende Autofahrer am meist befahrenen Autobahnabschnitt Österreichs vorbeifahren: In der Gemeinde Wiener Neudorf laufen seit November die Vorbereitungen zur Errichtung der höchsten Lärmschutzwände, die erstmals genau hier auf einem bestimmten Streckenabschnitt gebaut werden.

Sie sollen die Lärmbelastung in der Gemeinde entschieden verbessern oder wie Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, anmerkt „auf jeden Fall erträglich machen“.

Die Arbeiten sind in jener Phase angekommen, wo man bereits von der Autobahn aus eine rege Bautätigkeit sieht.

Alexandra Vucsina-Valla von der ASFINAG erläutert: „Es werden unter anderem Erdaushubmaßnahmen gesetzt und Spritzbetonarbeiten durchgeführt. Wir stellen auch bereits Bohrpfähle bis in eine Tiefe von rund 12,5 Meter für die neue Wand zwischen A2 und der Siedlung her. Weiters erfolgen Betonarbeiten bei den Bohrpfählen sowie Bewehrungsmaßnahmen.“

Denn die 13 Meter hohen Lärmschutzwände zwischen den beiden Autobahnbrücken (Eumigweg und Hauptstraße) müssen entsprechend im Erdreich verankert werden, dafür sorgen die Bohrpfahlgeräte, die von der A2 Hauptfahrbahn aus zu sehen sind.

350 Kubikmeter Beton pro Tag

„Die Tagesmenge Beton, die derzeit verarbeitet wird, beträgt rund 350 Kubikmeter und wird im Bereich der Bohrpfähle und im Bereich der Bohrpfahlroste eingebracht“, informiert Vucsina-Valla. Derzeit gibt es in keiner Hinsicht Verzögerungen, alle Arbeiten laufen „sehr gut und planmäßig“.

Um das Wohngebiet bestmöglich zu schützen, werden zusätzlich bis zu 7,5 Meter hohe Wände entlang des Eumigweges und der Hauptstraße situiert.

Die bestehende Lärmschutzwand nördlich des Eumigweges wird verlängert, der bestehende beim „Weidenweg“ erhöht. Das Projekt soll insgesamt 15 Millionen Euro kosten.

Die ASFINAG-Sprecherin ist zuversichtlich: „Wir planen die Fertigstellung auf der Südautobahn mit Ende Juli 2021. Mit den Abschnitten im Bereich der Gemeindestraßen werden wir voraussichtlich im November 2021 fertig.“

Bürgermeister Herbert Janschka weiß ebenfalls Erfreuliches zu berichten: „Die Arbeiten laufen komplikationslos, bis jetzt liegen uns keine Anrainerbeschwerden in Bezug auf Baulärm oder Erschütterungen vor.“