Lokale Maßnahmen: Klimaschutz vor Ort. Bei der „e5“-Initiative werden mit Experten und Bürgern Maßnahmen zum Sparen von Energie festgelegt.

Von Karl Stiefel. Erstellt am 09. Oktober 2017 (03:36)
chawalit khamsuk/shutterstock.com
Symbolbild

Was das Pariser Abkommen für Staaten ist, möchte die Initiative „e5“ für Privatpersonen, Firmen und Gemeinden und Städte sein. In sieben Bundesländern sind bereits 206 Gemeinden dabei, ihre mit Experten und den Bürgern erarbeiteten Klimaziele zu erfüllen. Dazu könnte mit dem passenden Gemeinderatsbeschluss auch Wiener Neudorf gehören – als erste Gemeinde im Bezirk.

Dabei wird bereits ordentlich vorgelegt, wie Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, erklärt: „Wir wurden bereits für unsere Energiebuchhaltung ausgezeichnet und haben 24 Gebäude der Gemeinde thermisch saniert, kommendes Jahr ist es für das Gemeindeamt soweit. Auch der Bau des ,RadlGrundnetzes’ sowie unsere Bemühungen, eine 80er-Beschränkung auf dem örtlichen Autobahnabschnitt zu erwirken, haben eine Reduktion der Emissionen zum Ziel.“

Gemeinsame Ziele für Top-Ranking

Die Mitgliedschaft bei „e5“ bedeutet, dass mit Bürgern und Vertretern des Vereins sowie der Energieagentur „eNu“ Ziele zum Einsparen von Energie und Emissionen festgelegt werden. Anschließend werden jährlich mindestens 6.000 Euro zum Erreichen dieser Ziele investiert – eine Summe, die in Wiener Neudorf bereits locker überschritten wird.

Monika Panek von der eNu vergleicht e5 „mit einer Haube in der Gastronomie. Die e5-Gemeinden müssen sich dafür in regelmäßigen Abständen einer externen Auditierung stellen, bei der ihre Erfolge sichtbar und mit anderen Gemeinden vergleichbar werden. Die e5-Gemeinden sind wichtige Partnerinnen und Partner bei der Erreichung der Energie- und Klimaziele des Landes Niederösterreich. Derzeit werden 27 e5-Gemeinden in Niederösterreich betreut. Im Industrieviertel sind Baden, Ternitz, Pitten, Bromberg, Oberwaltersdorf, Leobersdorf und Leopoldsdorf im e5-Landesprogramm.“