Wiener Neudorf

Erstellt am 20. Januar 2017, 02:45

von Karl Stiefel

Projekt "IZ NÖ-Nord“: Strenge Bedingungen. Die Verhandlungen rund um das Gewerbe-Gebiet laufen, bis zum Spatenstich wird es aber noch dauern.

Herbert Janschka  |  Karl Stiefel

„Es wird wohl noch rund zehn Jahre dauern“, gibt sich Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, realistisch, wenn es um die Umsetzung des Projekts „Industriezentrum-Nord“ geht. Das auch oft „Ökopark“ genannte Gewerbegebiet soll zwischen dem Freizeitzentrum und der „Blauen Lagune“ entstehen. Ein erster Anlauf für die Aufschließung – damals noch unter Bürgermeister Christian Wöhrleitner, SPÖ – ist an der Verkehrsanbindung gescheitert. Proteste seitens der Anwohner haben klar gemacht: „Die Anbindungen zur B17 und der A2 müssen außerhalb der dicht besiedelten Gebiete erfolgen“, wiederholt sich Janschka.

Dabei handelt es sich nur um eine der Aufschließungsbedingungen, die seitens der Gemeinde gestellt werden. Eine davon ist bereits erfüllt: Das Gebiet, auf dem einst eine Mülldeponie situiert war, konnte mittlerweile saniert und aus dem Altlasten-Register ausgetragen werden.

Bausperre für fixe Rahmenbedingungen

Fragen rund um den Verkehr und die Umwidmung sollen im Ortsentwicklungsplan geklärt werden. Bis der fertig ist, kann es aber noch dauern, bis die seit 2013 bestehende Bausperre für Großprojekte ausläuft. Bis der letzte Block davon freigegeben wird, bis 2019 ...

Zeit, in der die Gemeinde den Plan für die langfristige Entwicklung von Wiener Neudorf entwickelt. Bis dahin wird mit den Grundstücksbesitzern, den Immobilienfirmen Tecto und Universale, über das Bauvorhaben verhandelt.

Wenn es nach Janschka geht, werden „rund 6.000 hochwertige Arbeitsplätze in dem Gebiet geschaffen. Wir werden besonders auf die Art der Betriebe achten, die sich hier ansiedeln werden. Wir wollen keine Unternehmen mit schwerem Verkehrsaufkommen. Zusätzlich werden wir einen breiten Grünstreifen rund um das Gebiet planen. Wenn es schon ‚Ökopark‘ genannt wird, soll es den Namen auch verdienen.“

Bis die Gespräche mit den Grundeigentümern abgeschlossen sind, möchte der Bürgermeister sich noch nicht zum Stand der Verhandlungen äußern. Er verspricht: „Die ersten Monate des Jahres werden Klarheit bringen.“

Ein genauer Zeitpunkt für einen Spatenstich oder gar die Fertigstellung des Gewerbegebietes lässt sich momentan jedoch nicht abschätzen.