Tempolimit auf der A2: 80er bleibt Thema. Start für den nächster Anlauf für die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Verkehrsministerium.

Von Karl Stiefel. Erstellt am 15. Februar 2018 (05:45)
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Endlich war es so weit: Die Gemeindeführung unter Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, hatte einen Termin beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

Das erste Gespräch mit Roland Esterer, Sekretär von Verkehrsminister Norbert Hofer, FPÖ, fand der Bürgermeister „erfrischend unbürokratisch. Unsere Gesprächspartner waren hervorragend vorbereitet und wussten über die uns betreffende Lärm- und Schadstoff-Belastung Bescheid. Mein Eindruck ist, dass den Vertretern der neuen Regierung die Sondersituation von Wiener Neudorf klar ist. Uns wird endlich zugehört und wir werden diese Chance definitiv nutzen“.

Tempo 80 führt zudem zu einem gleichmäßigeren Verkehrsfluss, die Kapazität der Fahrbahn nimmt zu. " Christian Gratzer, VCÖ

Dem fügt Janschka hinzu: „Es werden noch einige Treffen notwendig sein, bis man sich einigt. Bis Ostern wird es dann einen konkreten Kurs geben.“

Wie es jetzt weiter geht, schildert Volker Höferl, Pressesprecher des Verkehrsministers: „Derzeit wird im Auftrag der ASFINAG ein Gutachten zu dem Abschnitt erstellt. Es wurde vereinbart, dass es bis zum Vorliegen des Gutachtens keine weiteren Handlungen vonseiten des BMVIT geben wird. Sobald das Gutachten fertig ist, können allfällige Möglichkeiten geprüft werden.“

Auf die positiven Aspekte der 80er-Beschränkung auf dem Ortsabschnitt der A2 weist Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hin: „Eine Reduktion des Tempolimits auf 80 km/h führt grundsätzlich zu weniger Verkehrslärm, weniger Schadstoffe werden über den Auspuff ausgestoßen, das Unfallrisiko sinkt. Tempo 80 führt zudem zu einem gleichmäßigeren Verkehrsfluss, die Kapazität der Fahrbahn – Fahrzeuge pro Stunde – nimmt zu, wodurch diese Maßnahme auch staureduzierend wirken würde.“

Während für den 80er gekämpft wird, laufen auch die Vorbereitungen für eine neue Lärmschutzwand bereits. Aktuell wird der Vorschlag der ASFINAG für deren Konstruktion vom Lärm-Gutachter der Gemeinde geprüft.

Der neue Lärmschutz soll die aktuell bestehende Wand, die sich in marodem Zustand befindet, bis Ende 2019 ersetzen. Mit einer Kombination daraus und der verringerten Fahrgeschwindigkeit, soll die Lärm- und Abgas-Belastung in Wiener Neudorf und der Region stark abnehmen.