"Batman" aus Winterschlaf erwacht. Zwei aus dem Winterschlaf erwachte Fledermäuse werden im WT umsorgt und dürfen dort nun bis zum Frühling weiterschlafen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 28. Februar 2018 (15:10)
Wiener Tierschutzverein/WTV

Gleich zwei Flattermänner hatte der Wiener Tierschutzverein (WTV) am Dienstagnachmittag zu versorgen: Eine Fledermaus hatte sich in eine Wohnung in Wien-Favoriten (10. Bezirk) verirrt, wurde von dem aufmerksamen Bewohner geborgen und in den WTV nach Vösendorf gebracht. Sie dürfte bei ihrem Winterschlaf gestört worden sein und auf der Suche nach einem neuen Schlafplatz in die Wohnung gelangt sein.

Das zweite Tier hielt offenbar Winterschlaf in einem Holzstoß eines Hauses in Pressbaum (Bezirk St. Pölten) und wurde leider von den Bewohnern unabsichtlich gestört, als sich diese Brennholz holen wollten. Doch auch diese aufmerksamen Tierfreunde handelten richtig und brachten das noch sehr junge Tier (bei der Wiener Fledermaus handelt es sich um ein ausgewachsenes Exemplar) umgehend in WTV. Sonst hätte die junge Fledermaus bei der Kälte vermutlich nicht überlebt.

Fledermäuse setzen Winterschlaf im WTV-Kleintierhaus fort

Beide Fledermäuse wurden im WTV eingehend untersucht und sind zum Glück kerngesund. Sie sind nun im WTV-Kleintierhaus untergebracht, wo sie ihren Winterschlaf in Ruhe fortsetzen dürfen. Im Frühling werden die Tiere dann wieder in die Freiheit entlassen.

Wiener Tierschutzverein/WTV

Wie viele andere Wildtiere auch, halten Fledermäuse einen Winterschlaf. Dabei verlangsamen sie ihren Stoffwechsel, die Körpertemperatur senkt sich von rund 40 Grad Celsius auf null bis zehn Grad und sie zehren im Schlaf von ihrem Körperfett. Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt auszugleichen, kostet die Tiere dabei sehr viel Energie. Sie müssen daher sehr sparsam mit ihren Fettreserven umgehen, damit sie bis zum Frühling durchhalten.

Daher kann auch eine Kältewelle, wie sie aktuell über Österreich herzieht, die Tiere vorzeitig erwachen lassen. Fledermäuse, die aktuell nicht versteckt sind (besonders tagsüber) und beispielsweise auf dem Boden liegen, sind meist geschwächt und sollten behutsam in einem gesicherten Behälter in den Wiener Tierschutzverein nach Vösendorf oder eine andere geeignete Pflegestelle gebracht werden. Wichtig dabei ist, immer feste Handschuhe zu tragen, um Bissverletzungen zu vermeiden.