Baustopp für Fernheizwerk: Neue Verhandlung. Bis das Heizhaus fertig ist, übernimmt eine mobile Anlage die Versorgung der angeschlossenen Haushalte.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 11. September 2020 (04:35)
Symbolbild
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Die Bau- beziehungsweise Grabungsarbeiten rund um das Fernheizwerk in Sulz stoßen bei den Gemeindebürgern und vor allem bei den Autofahrern naturgemäß nicht nur auf Gegenliebe. „Allerdings baut nicht nur das Fernheizwerk, sondern auch Wienstrom“, wie „Wienerwald aktiv“-Chef Jürgen Alt erläutert. Auch die Straßenbeleuchtung der Gemeinde wird gleichzeitig gemacht.

„Der Leitungsbau ist zu zwei Drittel abgeschlossen, die Kundenleitungen werden schon ans Netz angeschlossen“, erklärt Christoph Walla von der Firma ENGIE Energie.

Unterscheidung: Um- oder Zubau?

Indessen wurde für das Fernheizwerk ein Baustopp verhängt. „Die Verhandlung über die Heizzentrale wurde verschoben, weil es nicht klar war, ob es sich um einen Um- oder einen Zubau handelt“, erläutert Walla den Grund für die Maßnahme.

Nun sei es aber klar, dass es sich um einem Umbau handle, und der neue Verhandlungstermin sei für Oktober festgelegt. Die Versorgung der rund 150 Kunden beziehungsweise der 55 Anschlusspunkte sei nicht beeinträchtigt, beruhigt Walla, der Heizkessel werde nach der Verhandlung geliefert.

Bis das Heizhaus fertig ist, übernimmt eine mobile Heizanlage die Versorgung. „Die sind durchaus Usus“, weiß Walla, „so werden auch Containerdörfer versorgt. Wir selber haben zwei solcher Anlagen, werden aber für Sulz eine anmieten.“

Die Umstellung auf das Fernheizwerk erfolgt Anfang 2021.