Fernheizwerk sperrt: Kein warmes Wasser?. Die Bewohner der Wohnhausanlagen, die Wärme und Warmwasser vom Fernheizwerk beziehen, sind besorgt.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 05. Dezember 2019 (04:59)
Das Fernheizwerk Sulz steht vor dem Aus. Angeschlossene Haushalte wissen nicht, wie sie ab April heizen sollen.
Schätzle

Die Bewohner der Reihenhäuser unweit des Sulzer Fernheizwerkes beziehen vom vor Jahren vom damaligen Bürgermeister Leopold Schmölz (damals ÖVP) erbauten und betriebenen Heizwerk Wärme und Warmwasser. Im April soll die in die Jahre gekommene Anlage geschlossen werden. Die technischen Standards erfordern Abriss und Neuerrichtung.

Die Übernahme durch die Firma „treeeco Energiecontracting“ aus Leobersdorf (Bezirk Baden) sei in Vorbereitung, aber noch nicht unter Dach und Fach. „Offensichtlich hängt es auch von der Anzahl der Interessenten ab, die dann den Vertrag auch unterzeichnen“, zeigt sich eine Bewohnerin der Reihenhausanlage besorgt. „Haben wir dann ab Ende April keine Heizung und kein Warmwasser?“

"Ich wurde immer dahingehend informiert, dass alles auf Schiene ist"

Anfragen an die Gemeinde, ob denn ein Plan B vorläge, seien mehr oder weniger im Sande verlaufen. Bedauert wird auch, dass Sulz im Gegensatz zu den anderen Katastralgemeinden keinen Erdgasanschluss hat.

Bürgermeister Michael Krischke, ÖVP, ist zuversichtlich, dass alles glatt über die Bühne geht: „Bei den Verhandlungen zwischen der Baugenossenschaft Alpenland, die die Reihenhausanlage errichtet hat und treeeco handelt es sich um Privatverträge, die Gemeinde selbst ist ja auch mit fünf Häusern angeschlossen, ich wurde immer dahingehend informiert, dass alles auf Schiene ist.“

Zur Beschlussfassung in der Dezembersitzung des Gemeinderates vorbereitet wären der Ankauf des Grundstückes durch die Gemeinde um 172.000 Euro, der Baurechtsvertrag mit treeeco und die Verträge mit den Gemeindehäusern. „Wir sind noch immer beim Einsammeln der Unterschriften, auch von Leuten, mit denen bereits sehr positive Gespräche geführt wurden,“ betont Christoph Waller (Treeeco). „Wenn die bau- und gewerberechtliche Verhandlung problemlos über die Bühne geht und die Unterschriften für Anschlüsse in der Höhe von 1.350 KW da sind, ebenso wie der Standort, dann können wir im Frühjahr mit den Bau- und Umbau- bzw. Modernisierungsarbeiten beginnen, ich bin da sehr zuversichtlich.“