Zunehmdes Verkehsaufkommen soll entschärft werden. Der zunehmenden Belastung soll in den betroffenen Katastralgemeinden nun der Kampf angesagt werden.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 01. Dezember 2019 (14:27)
Direktorin Hermine Noth und Ortschef Michael Krischke vor der Schule.
Schätzle

In verstärktem Ausmaß hat die Gemeinde Wienerwald mit ihren Katastralgemeinden unter dem wachsenden Verkehrsaufkommen zu leiden. Denn nicht nur innerhalb des weitverzweigten Ortsgebietes nehmen die Autofahrten zu, auch von außerhalb kommende Fahrzeuge benutzen das Gemeindegebiet quasi als „Transitstrecke“ zur Autobahn.

„Wir wollen hier durch verschiedene Sicherungsmaßnahmen eine Entschleunigung erreichen“, meint Ortschef Michael Krischke, ÖVP, „ich denke hier an Fahrbahnteiler oder die platzartige Gestaltung der Ortskerne, die den Autofahrer durch eine andere optische Situation zum Langsamfahren animieren soll.“

Die „WuTus“, so nennen die Einheimischen die Autos mit den Kennzeichen Wien-Umgebung oder Tulln, benutzen immer wieder - und das mit überhöhter Geschwindigkeit – die Straßen durch Stangau, Sittendorf und Sulz als Abschneider.

Der Ortschef mit Josef Prenner von den Bundesforsten bei der Raitlstraße.
Schätzle

Vom Gemeinderat wurde bereits verstärkte Polizeikontrolle urgiert. Eine gefährliche Stelle bei einer Kuppe der Raitlstraße soll dadurch entschärft werden, dass beim daneben liegenden Bankett eine Möglichkeit zum Ausweichen geschaffen werden soll. Krischke beschreibt die Situation so: „Dort ist die Straße durch die Kuppe nicht einsehbar, dazu wird dort oft viel zu schnell gefahren, durch die Schaffung einer Ausweichmöglichkeit ist doch ein gewisser räumlicher Sicherheitspolster da, falls einer mal sein Fahrzeug verreißen muss.“ Entsprechende Gespräche mit den Bundesforsten haben bereits stattgefunden.

Ein weiterer neuralgischer Punkt, wo Handlungsbedarf herrscht, ist der Platz bei der Schule Sittendorf. Hier soll durch einen O-förmig gestalteten Platz mit einer ringförmigen Verkehrsführung eine Kiss-and-Go-Zone geschaffen werden, wo die Eltern ihre Kinder aussteigen lassen können. „Der Platz dafür wäre durch eine Grundabtretung bei der Schulgasse da“, erläutert Krischke die Idee, die bereits im Vorstand angesprochen wurde und demnächst im Gemeinderat diskutiert werden soll. Die Parkplatzsituation der Lehrer und die Führung der Linienbusse sollen einbezogen werden, Fahrbahnteiler sollen für eine Temporeduktion und eine platzartige Gestaltung sorgen.