Wienerwald

Erstellt am 05. Juli 2018, 04:20

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Raum in Mostschänke vom Bach unterspült. Die Gemeinde beteiligt sich mit 24.000 Euro, nur über die Modalitäten des Beschlusses herrschte Uneinigkeit.

Hier bei der Mostschänke Prukl herrschte dringender Handlungsbedarf, der Bach unterspülte das Gebäude bereits bedrohlich.  |  Schätzle

Mit einer Aufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Michael Krischke, ÖVP, reagierte die Bürgerliste „Wienerwald Aktiv“ (WWA) auf die Vorgangsweise hinsichtlich des Projektes „Wildbach Prukl“. Beim Heurigen Prukl hat der Sattelbach den Gastraum unterspült. Dies muss mit einer Steinschlichtung gesichert werden. Im Gemeindevorstand wurde entschieden, dass die Gemeinde von den Gesamtkosten, die sich auf 195.000 Euro belaufen, einen Anteil von 24.000 Euro übernimmt; dieser soll aus den Mitteln des außerordentlichen Haushalts „Wildbachverbauung“ bedeckt werden.

„Diese Vorgangsweise ist nicht korrekt“, meint WWA-Obmann Jürgen Alt, „da der Gemeindevorstand nur über einen Anteil von maximal 10 Prozent der Gesamtkosten verfügen darf, dies waren also 19.500 Euro.“

"Im nächsten Jahr wird das Budget wieder aufgestockt"

Da dieses Limit überschritten worden sei, hätte die Sache in den Gemeinderat gehört, argumentiert Alt. In der Gemeinderatssitzung kam der Punkt über den Dringlichkeitsantrag der WWA auf die Tagesordnung. Alt erklärt im NÖN-Gespräch: „Bei der Behandlung des Punktes wurde der Antrag des Bürgermeisters auf Bezahlung des Beitrages mehrheitlich abgelehnt.“

Für Krischke ist die ganze Diskussion letztendlich eine Sache der Perspektive: „Es ist die Frage, wie man es rechnerisch in Bezug auf das Gesamtprojekt betrachtet, im nächsten Jahr wird das Budget wieder aufgestockt, die Sache ist in der nächsten Sitzung jedenfalls wieder auf der Tagesordnung stehen.“