"Müller-Transporte"-Lenker mit Hilfsgütern in Chernivsti angekommen

Aktualisiert am 06. März 2022 | 11:16
Lesezeit: 3 Min
"Müller-Transporte", das Wiener Neudorfer Logistik-Unternehmen, unterstützt Hilfstransport der Volkshilfe Österreich.
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UPDATE

„Slovan ist gestern Abend in Chernivsti angekommen“, berichtet Müller-Transporte GmbH"-Geschäftsleiter Fritz Müller am Sonntag. 

„Heute in der Früh wurden die Hilfsgüter mit einer Menschenkette per Hand entladen und für die Verteilung vorbereitet. Einen kleinen Mosaikstein an Hilfe konnten wir im ersten Schritt einmal beitragen“, freute sich der „Müller Transporte“-Geschäftsleiter.

Wir hatten berichtet:

"Müller-Transporte"-Lenker mit Sattelschlepper in Ukraine unterwegs

"So, jetzt ist er am Weg unser Volkshilfe-Hilfstransport", verabschiedete "Müller-Transporte GmbH"-Geschäftsleiter Fritz Müller Slovan Ilic am Freitag.

Der Chauffeur hat erst gestern seine Familie aus der Ukraine geholt und machte sich mit dem Lkw-Zug gleich wieder auf in das vom Krieg gebeutelte Land. Ziel ist das etwas mehr als 1.000 Straßenkilometer entfernte Czernowitz: „Es bewegt mich emotional stark, dass ich diesen Transport machen darf“, betonte Slovan.

Mit an Bord von insgesamt zwei Schwerfahrzeugen sind Lebensmittel, Hygieneartikel, medizinische Produkte, Unterlegmatten und Kinderschlafsäcke. "Unsere Schwesterorganisation, die ukrainische Volkshilfe, wird gemeinsam mit der lokalen Verwaltung die Verteilung übernehmen“, erklärte Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich. Er selbst wird das Begleitfahrzeug des Konvois lenken. „Ich will mir ein Bild der Situation machen, um weitere Transporte und Hilfsmaßnahmen möglichst zielgerichtet und effizient zu gestalten.“

Czernowitz liegt in der Nähe der rumänischen Grenze und ist bisher nicht Kampfgebiet. Derzeit sind rund 18.000 Flüchtlinge in der 250.000-Einwohner-Stadt und die Zahl der schutzsuchenden Menschen nimmt stündlich zu. 

Der Transport, der auch vom REWE-Konzern unterstützt wird, startete vom Bauhof in Traiskirchen aus, Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ, hat ebenfalls Waren gesammelt und stellt Lagerkapazitäten zur Verfügung. 

Für Müller ist das Bereitstellen eines Lkw-Zuges "ganz normal. Wir waren beim Umsturz in Rumänien zu Weihnachten 1989 mit Hilfslieferungen dabei, beim Hochwasser in Serbien, beim Erdbeben in Yerewan - damals UdSSR, heute Armenien -, beim Hochwasser in Österreich. Es ist für uns ganz klar, dass wir da unseren Beitrag leisten".

Das Volkshilfe-Spendenkonto: 

IBAN AT77 6000 0000 0174 0400

Verwendungszweck „Nothilfe Ukraine“

www.ukraine-hilfe.at

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