Bürgermeister Hintner: „Hohen Standard halten“. Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, über die Projekte, die in Mödling umgesetzt werden.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 13. Januar 2021 (03:10)
Oberstes Gebot für Bürgermeister Hans Stefan Hintner: „Den hohen Standard halten“, damit Mödling weiterhin lebenswert bleibt.
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Es ist der mit Spannung erwartete politisch-gesellschaftliche Auftakt ins Neue Jahr, wo man erfährt, was die Mödlingerinnen und Mödlinger alles erwartet. Doch der traditionelle Neujahrsempfang des Bürgermeisters fällt heuer Corona-bedingt ins Wasser. Das erste Mal seit 30 Jahren.

Im NÖN-Gespräch machte Hintner deutlich, dass Corona in der Stadt auch finanzielle Spuren hinterlassen hat. „Wir müssen alles nicht Notwendige verschieben, können außerordentliche Vorhaben, die heuer geplant waren, nicht umsetzen – Stichwort: Eishalle.“

Allerdings denke er nicht daran, „Abstriche im sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Bereich zu machen.“ Besonders stolz zeigte sich der Stadtchef, dass es vor allem im Sommer gelungen sei, das kulturelle Leben aufrecht zu erhalten. Unter strikter Einhaltung der hygienischen Vorgaben und nicht zuletzt durch die finanzielle Unterstützung der Kulturschaffenden.

Vor geraumer Zeit wurde im Bereich des Dr. Otto Scheff-Weges ein Parkinformationssystem installiert, um auf freie Plätze hinzuweisen. „Sollte sich dieses System bewähren, wollen wir es über die ganze Stadt ausweiten“, betonte Hintner. Darüber hinaus werden die bestehenden Parkplätze auf ihre Kapazitäten und vorhandenen Optimierungsmöglichkeiten untersucht.

Als größere Projekt, die heuer zumindest in den Startlöchern stehen, gelten solche, wo die Gemeinde bei der Umsetzung auf Partner setzen kann. Etwa die finale Entwicklung des ehemaligen „Leiner“-Grundstücks in der Gabrielerstraße, wobei die unter Denkmalschutz stehende Halle multifunktionell Unternehmern und der Kultur zur Verfügung gestellt werden soll, die restlichen Fläche ist für Wohnungen vorgesehen.

Oder der Spatenstich des Projekts der Mödlinger Wohnbaugenossenschaft in der Schleussner-Straße, wo man „Leistbares Wohnen“ anbieten will.

Schlussendlich stehen die Chancen für eine Umgestaltung des Bereiches Badstraße/Babenbergergasse gut. Das Areal der ehemaligen Tankstelle, das nach langem Rechtsstreit wieder in Gemeindebesitz ist, soll attraktiv gestaltet werden. „Hier liegen Ideen für Start-ups und marktähnliche Einrichtungen vor. Es soll eine weitere Stätte der Begegnung werden.“

Im Bereich der E-Mobilität wolle man „Ausbaumöglichkeiten untersuchen sowie alternative Energieformen entwickeln und unterstützen“, merkte der Bürgermeister an. Auch der Fassadenbegrünung wird ein Schwerpunkt gewidmet werden. Mit gutem Beispiel geht da die auch WETgruppe voran, die ihre Konzernzentrale am Bahnhofplatz umfassend saniert und begrünt.

Für Hintner steht fest: „Wir wollen auch in einer finanziell schwierigen Situation gemeinsam mit Partnern unseren hohen Standard halten.“