Initiative: "NÖ mit Netz der Solidarität überziehen“. Nach den Ereignissen rund um die Verlegung von Flüchtlingen von Drasenhofen ins Caritas-Haus St. Gabriel nach Maria Enzersdorf ist zusammenHaltNÖ entstanden.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 04. Januar 2019 (13:05)
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Miskulnig

Organisatorin & Initiatorin Elisabeth Klatzer aus Maria Enzersdorf ist begeistert: „Nach den beeindruckenden ersten Schritten entfaltet sich #zusammenHaltNÖ zu einer Kraft der Menschlichkeit und des Halt Sagens gegenüber der Politik der Hetze und Spaltung in Niederösterreich.

Wir sagen entschieden Halt zur Diffamierung jener, die Mitmenschlichkeit zeigen und Großartiges leisten.“ Bereits in drei Gemeinden kommt es jeden Sonntag um 17 Uhr zu Zusammenkünften: Maria Enzersdorf vor St. Gabriel, Baden und Klosterneuburg jeweils vor dem Gemeindeamt. „Wir werden mehr und werden Niederösterreich wie ein Netz der Solidarität überziehen“, ist Klatzer zuversichtlich.

Pater Jakob Mitterhöfer von den Steyler Missionaren aus St. Gabriel betont: „Als der Bosnienkrieg vor 25 Jahren ausgebrochen ist, haben wir  einen großen Bauteil des Klosters den Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, zur Verfügung gestellt. Das wurde uns damals groß angerechnet und unsere Gemeinschaft ist dahinter gestanden. Als Flüchtlinge aus dem Nahost-Krieg und aus den Hungergebieten in Afrika kamen, hat dieses Haus eine sehr große Rolle und Bedeutung erhalten. Wir St. Gabrieler leben in Solidarität mit den Ärmsten in der Welt. Wir fühlen uns ganz besonders verantwortlich für diese Jugendlichen hier.“

Ingrid Kuhn von der Flüchtlingsinitiative Connect Mödling „muss an den Kundgebungen teilnehmen, denn ich kann die jungen Leute nur bewundern, die unter enormen Ängsten und Druck leiden und trotzdem versuchen zu lernen. Und die den Pflichtschulabschluss zu machen versuchen zu machen und dann feststellen, dass sie keine Lehre mehr machen dürfen“.

Andreas Frank, Diakon in der Pfarre Neu Guntramsdorf ist mit dabei, weil „ich nicht einmal aufwachen will, wenn es zu spät ist, wenn diese kleinen Schritte zu großen Aktionen werden. Wir in der Pfarre Neu Guntramsdorf sind in der Betreuung von Flüchtlingsfamilien und Einzelstehenden auch sehr engagiert und bemerken zunehmend auch diese vielen bürokratischen Schikanen, die Psychofolter, die Bescheide, die aufgehoben werden, das Warten auf die nächsten, das Hin und ‚Her, das zermürbt die Menschen bis aufs Tiefste“.

Nächster Termin am 6. Jänner

Nächster Termin:  Sonntag, 6. Jänner,  17 Uhr in St. Gabriel & Klosterneuburg.