Bezirk Mödling: 42.343 Tests, nur 30 positiv. Hohe Beteiligung der Bevölkerung, sechs vorerst unerfreuliche Ergebnisse erwiesen sich als „negativ“.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 19. Januar 2021 (09:32)
Minister Werner Faßmann – hier mit Rot-Kreuz-Ortsstellenleiter Robert Horacek, Gesundheitsreferentin Andrea Kö und Martin Benesch von der Feuerwehr – ließ sich auch testen, bevor er zur Lockdown-Verlängerung-Pressekonferenz nach Wien eilte.
Marktgemeinde Perchtoldsdorf

„Es hat alles super geklappt“, zog Peter Lichtenöcker, Leiter des Referates Zivil- und Katastrophenschutz der Stadtgemeinde Mödling, am Montag im NÖN-Gespräch Bilanz über die zweite Massentest-Runde in Mödling. Auch wenn es im Vorfeld doch zu umfassenden Adaptierungen gekommen war.

Wäre es beim „Freitesten“ geblieben, hätte man aufgrund des zu erwartenden Andrangs von 20 (im Dezember) auf 22 Teststraßen aufgestockt. So habe man auf elf Stationen reduziert, die jeweils mit vier statt fünf Personen besetzt waren: Allen – vorwiegend – freiwilligen Mitarbeitern – sei „nicht fad“ gewesen, sie seien aber „auch nicht überrannt“ worden, betonte Lichtenöcker.

Nächster Testlauf an nur einem Standort

Wartezeiten habe es für die 6.579 Personen, die das Gratis-Testangebot in Anspruch genommen haben, nicht gegeben. Lichtenöcker könne sich nunmehr „gut vorstellen, auch Impfstraßen einzurichten“, sollte es zu einer dritten Massentestung kommen, werde es eine markante Änderung geben: „Wir werden dann alle Teststraßen an einem Standort konzentrieren. Das ist machbar und von der Abwicklung und Organisation her viel einfacher“, ist Lichtenöcker überzeugt.

Für die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich in den Mödlinger Teststationen engagierten, gab’s unter anderem auch Dankes-Urkunden.
FF Mödling

Und doch war nicht alles eitel Wonne. Die komplette Verteilung der Testprodukte blieb „bei der Feuerwehr hängen. Ich habe keinen Bundesheerangehörigen gesehen, der uns geholfen hätte“, bedauerte Lichtenöcker.

Er bedankte sich jedenfalls bei „allen Helfern für diese außerordentlich Leistung und Bereitschaft, sich in den Dienst anderer zu stellen“. Als kleines Dankeschön gab’s eine Geschenktasche mit einem Paket an FFP2-Masken, Tassen, Anstecker und einer Dankes-Urkunde.

In Perchtoldsdorf war die Siegfried Ludwig-Halle erneut Schauplatz des Massentests, der von der Marktgemeinde mit über 60 beteiligten Freiwilligen organisiert wurde.

„Nach einem Test der Helferinnen und Helfer am Freitag wurden am Samstag und Sonntag 5.303 Corona-Schnelltests mit Abstrich durchgeführt“, erzählte Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP. Ebenso erfreulich: Von den nur zwei positiven Ergebnissen wurde zumindest eines nach dem hiefür vorgesehenen PCR-Test nicht bestätigt.

Das Team, das die Teststrecken in Vösendorf betreute.
Gemeinde

Gesundheitsreferentin Andrea Kö, ÖVP, bedankte sich bei „Cheforganisator“ Alexander Nowotny in seiner Funktion als Zivilschutzobmann sowie den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, dem Roten Kreuz, der Wasserrettung, Vertretern politischer Parteien, Ärzten und bei engagierten Bürgern, die „ihre Freizeit zur Verfügung gestellt haben, um einen wirkungsvollen Beitrag zur Eindämmung der COVID-Pandemie zu leisten“. Davon, dass es bei den 12 Stationen kaum zu Wartezeiten für die 5.303 Testwilligen (im Dezember warten es 5.472) gekommen ist, konnten sich unter anderem auch Minister Werner Faßmann und Landesrat Martin Eichtinger, beide ÖVP, überzeugen.

Bezirkshauptmann Philipp Enzinger hatte am Montag die aktuellen Zahlen parat. Demnach habe sich bei den Nachtests gezeigt, dass sechs der 36 positiv Getesteten laut dem PCR-Check negativ waren.

Alles in allem waren am Samstag und Sonntag jeweils knapp 30 Mitarbeiter des Krisenstabes der Bezirkshauptmannschaft Mödling im Einsatz, um sich angesichts der Massentests gleich ans Contact Tracing (Spurensuche) der Kontaktpersonen zu machen.