Zwei Parkplätze pro Haus: Gemeinderat ändert Regelung. Bisher musste pro Wohneinheit eine Stellfläche errichtet werden. In der kommenden Gemeinderatssitzung wird diese Verordnung jetzt auf zwei erweitert.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 10. September 2019 (04:37)
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Symbolbild

Pro Wohnung muss ein Parkplatz errichtet werden – so lautete bisher die Verordnung in der Stadtgemeinde Neulengbach. In der Sitzung am Dienstag, 10. September wird diese Regelung abgeändert. Künftig müssen zwei Stellflächen pro Wohneinheit gebaut werden.

„Es werden viele Wohnanlagen errichtet und es ist nun mal so, dass jede Familie zwei bis drei Autos hat“, erklärt VP-Bürgermeister Franz Wohlmuth.

Die überzähligen Autos würden dann in den Gassen der Wohnsiedlungen geparkt werden. Jene Bewohner, die schon ewig in den Gassen wohnen, würden zugeparkt werden. „Und die Einsatzorganisationen, aber auch die Müllabfuhr kommen dann nicht mehr durch“, berichtet Wohlmuth. Auch die Gemeinden Asperhofen und Altlengbach haben diese Verordnung mit zwei Stellplätzen bereits beschlossen, jetzt folgt auch Neulengbach.

Für Grüne geht Regelung in die falsche Richtung

Nicht zustimmen werden in der Sitzung die Grünen. „Wir sind dagegen, wir würden die Verordnung gerne so lassen wie sie ist“, erklärt Grünen-Stadträtin Barbara Löffler. Man würde das Problem mit den Autos im öffentlichen Raum zwar verstehen, aber diese neue Regelung sei der falsche Ansatz. „Oft sind es auch die Besucher, die die Gassen zuparken. Hier muss der öffentliche Verkehr ausgebaut werden, ebenso wie der Mikroverkehr“, verlangt Löffler.

Durch die neue Regelung würden, laut Löffler, auch die Wohnungen teurer werden.

„Denn es müssen mehr Stellplätze beziehungsweise Garagen gebaut werden. Es kann nicht sein, dass alles zubetoniert wird“, meint sie. Diese Lösung würde einfach in die falsche Richtung gehen.

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