Alarm wegen Schnecke. Brandeinsatz / Tier verursachte Kurzschluss in einem Verteilerkasten in der Grubergasse in Neulengbach. Feuerwehr und EVN rückten aus.

Erstellt am 27. Mai 2014 (06:00)
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NEULENGBACH / Ein lauter Knall, kein Strom, wieder ein lauter Knall und alles schien wieder normal, bis es nach verbranntem Kunststoff zu stinken begann — Grund dafür war eine Schnecke, wie sich später herausstellte:

Am Freitag gegen 6 Uhr früh wurden die Neulengbacher Florianis zu einem Brand in der Grubergasse alarmiert. Vor dem Haus warteten bereits die Besitzer, die kurz zuvor noch beim Frühstück saßen, bevor es knallte. Als Brandherd machten sie den in die Hausfassade eingelassenen Hausübernahmekasten der EVN ausfindig.

Am Einsatzort eingetroffen, stellten die Feuerwehrkräfte fest, dass keine unmittelbare Gefahr bestand. Es war keine Rauchentwicklung mehr feststellbar, trotzdem wurden das Hausinnere und der E-Verteilerkasten kontrolliert. „Glücklicherweise konnte kein Brand festgestellt werden“, heißt es seitens der Feuerwehr. Parallel dazu wurde auch die EVN angefordert.

Ein Mitarbeiter der EVN öffnete schließlich den Kasten. Dabei stellte sich heraus, dass eine große Nacktschnecke, die auf nicht nachvollziehbare Weise in den Elektro-Kasten gelangt war, einen Kurzschluss ausgelöst hatte. Die Schnecke kam bei dem Unglück ums Leben, sie verbrannte bis zur Unkenntlichkeit. „Laut Aussage des EVN-Mitarbeiters sind derartige Unglücke um diese Jahreszeit keine Seltenheit. Obwohl die Kästen nur kleine Lüftungsschlitze haben, finden oft Mäuse, Schnecken, Regenwürmer, Schlangen und ähnliches Getier einen Zugang und lösen einen Kurzschluss aus“, erzählt ein Feuerwehrmann. Die Feuerwehr rückte mit ihren drei Fahrzeugen und elf Mitgliedern wieder ein.

Nur mehr Überreste der Schnecke, die den Stromausfall auslöste, waren im Verteilerkasten zu sehen. FF/Markus Kropatschek