13 Jahre im Dienst: Rettungshund geht jetzt in Pension. Birgit Richter und Wolfgang Löffler bildeten ihre Hunde speziell aus, nun ist Musashi in „Altersteilzeit“.

Von Beate Riedl. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:49)
NOEN, Rettungshunde NÖ
Musashi, der Hund des Altlengbachers Wolfgang Löffler (links), geht als Rettungshund in „Altersteilzeit“, wie Stefan Tucek, Pressesprecher der Rettungshunde NÖ, sagt. Auch sein Hund Alisha geht „in Pension“.

Bange Tage, Stunden und Minuten verbringen Menschen, wenn jemand vermisst wird. Da wird alles daran gesetzt, dass die Personen wieder gefunden werden. Einen großen Beitrag leisten dabei Hunde, die mit ihrem Geruchssinn manchmal das Unmögliche möglich machen und die Vermissten aufspüren. Viele Jahre haben das auch Musashi und Alisha gemacht. Die beiden Rettungshunde waren bei mehr als 350 Einsätzen, egal ob bei Tag oder Nacht, Sonnenschein, Regen oder Schneegestöber. Nun gehen sie in „Pension“, wie Stefan Tucek, Pressesprecher der Rettungshunde Niederösterreich sagt.

Beide Hunde sind „Rettungshunde mit Leib und Seele, sie zählen zu den erfahrensten Rettungshunden österreichweit. Sie leisteten unzählige Einsatz- und Trainingsstunden, nun sind sie in ihrer wohlverdienten Rettungshunde-Pension“, sagt Tucek, Besitzer von Alisha.

„Musashis Mutter war sein Vorbild, auch sie war schon Rettungshündin.“ Birgit Richter, Rettungshunde Niederösterreich

Hund Musashi wird mit seinen knapp 13 Jahren seine „Altersteilzeit“ – er darf bei kleineren Einsätzen noch weiterhin ausrücken – in Altlengbach genießen. Dort lebt er mit seinen Besitzern Birgit Richter und Wolfgang Löffler, ihren drei Kindern und Hund Milow.

Birgit Richter, selbst Vorstandsmitglied bei den Rettungshunden Niederösterreich, hat sich vor rund 15 Jahren entschieden, ihren Hund zum Rettungshund ausbilden zu lassen. „Musashis Mutter war sein Vorbild, auch sie war schon Rettungshündin“, erinnert sich die Altlengbacherin. Knapp 13 Jahre fuhr sie oder ihr Partner Wolfgang Löffler mit Musashi zu den wöchentlichen Trainings und zu den Einsätzen.

Auch Musashis Mutter war Rettungshündin

Einige Suchaktionen sind ihr dabei in besonderer Erinnerung: „Da wir selber drei Kinder haben, gehen Einsätze, bei denen es um Kinder geht, besonders nah. So mussten wir einmal einen kleinen Buben suchen. Leider konnten wir ihn damals nicht finden“, erinnert sich Birgit Richter. Auch nach Maria Anzbach musste Musashi einmal ausrücken, damals wurde ein Schwammerlsucher vermisst. In Bad Vöslau machte er sich auf die Suche nach einer Pensionistin.

Jetzt, nach knapp 13 Jahren im Dienst, folgt in der Altlengbacher Familie Mischlingshund Milow als Rettungshund nach, der bereits fertig ausgebildet ist.