Austria Shirt hat „I am from Austria“-Shirts in Planung. Austria Shirt in Altlengbach bewältigt trotz Einbußen Corona-Krise weiterhin gut. Derzeit wird an einer neuen „I am from Austria“-Serie gearbeitet. Firma will verstärkt Eigenprodukte präsentieren.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 07. Februar 2021 (03:26)
Mehr Eigenprodukte aus dem Hause Austria Shirt planen Firmenchef Herbert Böhm (r.) und Sohn Klaus.
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Den Shop von Austria Shirt an der Reitermühlstraße können Kunden aufgrund des Lockdowns gerade nicht betreten, in der Produktion wird aber weiterhin fleißig gearbeitet. „Ich muss sagen, in der Corona-Zeit hat uns die Austria Jacke ganz schön gerettet“, sagt Herbert Böhm über die dunkelblaue Softshell-Jacke, die das Unternehmen vergangenes Jahr präsentiert hat. Nach der beliebten Landesjacke wollte die Familie Böhm mit einem neuen Eigenprodukt punkten – und das ist ihr auch gelungen.

„Nicht jeder mag es so trachtig und wir sind über die Landesjacke draufgekommen, dass es leichter ist für ein Unternehmen, wenn man etwas Eigenständiges am Markt anbietet“, sagt der Firmenchef. Gut 1.000 Stück der Austria Jacke gingen bereits an Kunden, unter anderem auch durch die Reichweite der NÖN. „In Kombination mit dem Abo-Club haben wir sie am Telefon verkauft“, freut sich Böhm und ergänzt: „Mit der Austria Jacke wird es gelingen, dass wir heuer mit Eigenprodukten auf circa 30 Prozent vom Gesamtumsatz kommen. Das heißt, wir rutschen quasi relativ gut durch die Krise.“

Aber die Familie Böhm will heuer noch ein „drittes Baby“ präsentieren, wie der Firmenchef erzählt: Nach der Landes- und der Austria Jacke soll im Frühjahr die neue Serie „I am from Austria“ auf den Markt kommen. „Da wird ein cooler Schriftzug kommen und die ganze Serie wird in Rot gehalten sein“, berichtet Böhm.

Ziel sind 50 Prozent des Umsatzes

Die Präsentation des neuen Eigenproduktes soll wiederum in Kooperation mit der NÖN im Zuge der Ab-Hof-Messe in Wieselburg stattfinden. Und worauf der Firmenchef besonders stolz ist: Dass Unternehmen, Vereine und Institutionen die Austria Shirt-Produkte auch personalisieren lassen. „Das bekommt schon sein eigenes Standing. Bei der neuen Serie wird es eher gemütlicher werden. Coole Hoodies, Sweater oder Polos“, freut sich Böhm, der sich diesbezüglich auch ein Ziel gesetzt hat: „Ich würde mir wünschen, bevor ich in Pension gehe, dass wir mit unseren Eigenprodukten auf 50 Prozent vom Gesamtumsatz sind. Das wäre eine tolle Geschichte.“

Denn Verluste gab es in der bisherigen Corona-Zeit für Austria Shirt vor allem durch den fehlenden Verkauf an die Feuerwehren, die 2020 keine Veranstaltungen durchführen konnten. „Wir hätten 1.200 T-Shirts gedruckt für den Landesjugendfeuerwehr-Wettbewerb in Sieghartskirchen. Der ist aber abgesagt worden“, erzählt Böhm. Auch die Arbeitskleidung für die Gastronomie-Branche fiel weg. Kompensieren konnte die Familie den Verlust zum Teil durch die Eigenprodukte, aber auch durch das Umsatteln auf Masken.

„Wir haben insgesamt rund 25.000 Masken bedruckt, genäht und verkauft“, sagt Böhm. Genutzt hat man die Zeit der Schließung auch, um in den Standort zu investieren. Im Außenbereich sind neue LED-Tafeln angebracht worden, im Verkaufsraum wurde die Beleuchtung erneuert, und auch eine neue Klimaanlage soll für die Mitarbeiter eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen. „Wir schauen immer, dass wir am letzten Stand der Technik sind. Das ist auch mein Zugang. Ich will den Kindern keine Baustelle überlassen“, sagt Herbert Böhm.

„Wir haben insgesamt rund 25.000 Masken bedruckt, genäht und verkauft“

Als nächstes Projekt soll im März eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert werden. Alle Vorbereitungen in Absprache mit der EVN laufen bereits. „Wir haben sie so groß geplant, wie wir auch Energie benötigen. Wenn die Sonne ordentlich arbeitet, brauchen wir keinen Strom-Zukauf mehr“, erklärt der Firmenchef. Geplant und gearbeitet wird derzeit auch an einem neuen Webshop, damit alle Produkte gut beworben werden können. „Das ist ein ganz ein großes Ziel für heuer“, sagt Herbert Böhm.