Neuzugang in Hochstraß: Ärztin aus Leidenschaft. Orthopädin Ulrike Haller ist Wahlärztin im Ärztezentrum Hochstraß.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 24. November 2019 (12:45)
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Mit Ulrike Haller ist eine Fachärztin für Orthopädie im Ärztezentrum Hochstraß angesiedelt. Die Medizinerin ist außerdem an der Abteilung für gelenkerhaltende Orthopädie im Krankenhaus Speising tätig und ordiniert einmal pro Woche im 23. Bezirk in Wien.

Geplant ist es aber, die Ordination komplett nach Niederösterreich zu verlegen. „Es ist einfach so schön hier draußen, der Wienerwald ist meine Gegend“, schwärmt Haller, die in Gablitz wohnt und in Pressbaum aufgewachsen ist. „Die Patienten sind so lieb und, da ich ja aus der Region komme, habe ich auch eine Verbindung zu vielen“, erzählt die dreifache Mutter. Haller hat nach ihrem Medizinstudium und Turnus in Linz und Wien als praktische Ärztin gearbeitet. „Und nachdem meine Kinder selbstständig genug waren, habe ich die Ausbildung zur Fachärztin für Orthopädie absolviert“, berichtet sie. Bei Orthopädie müsse man bis auf vier, fünf Notfall-Erkrankungen nicht operieren, eine Therapie führe aber auf jeden Fall zu einer Verbesserung. 

Dass sie Ärztin werden wollte, stand für die 50-Jährige schon früh fest, sie wollte wissen, wie der menschliche Körper funktioniert. „In meinem Firmbuch aus dem Jahr 1984 stand schon, dass es mein größtes Ziel ist, Medizin zu studieren.“ Dass sie große Leidenschaft für ihren Beruf empfindet, dürfte sie auch ihren Kindern vermittelt haben. Sohn und Tochter wollen ebenfalls Medizin studieren, der älteste Sohn studiert bereits Pharmazie. 

„Ich arbeite gern mit Menschen, greife und spüre sie“, sagt Haller. Wichtig ist es ihr auch, sich Zeit für ihre Patienten zu nehmen: „Mindestens eine halbe Stunde – egal, ob sie das erste Mal oder das fünfte Mal zu mir kommen.“ Haller legt außerdem großen Wert darauf, zuerst alle Therapiemöglichkeiten auszuschöpfen, „bevor man hineinschneidet“.

Angeboten werden beispielsweise die Stoßwellentherapie oder Infiltrationstherapien. „Ich begleite auch ältere Leute, die sich nicht mehr operieren lassen wollen, mit einer Schmerztherapie“, informiert Haller. 

Ihr Lieblingsbereich beim menschlichen Körper ist die Wirbelsäule. „Sie hat eine tragende Funktion und jeder Mensch kommt im Laufe seines Lebens mit Wirbelsäulenproblemen in Berührung“, so die Medizinerin. Für sie ist die Diagnoseerstellung oft wie Sudoku spielen – gemeinsam mit dem Patienten werden die Hinweise zusammengesetzt. 

Besonders in Erinnerung bleiben ihr übrigens Patienten, bei denen die Diagnosestellung nicht so einfach ist. „Eine Frau ist wegen arger Beschwerden zu mir gekommen, sie hat nicht einmal mehr laufen können. Ich habe dann festgestellt, dass sie zwei arge Gefäßverschlüsse hat“, erzählt Haller, die auch über den „Tellerrand“ ihres Fachgebietes blickt. „Und ich schaue auch in den Hals oder blicke auf den Cholesterinwert – ich bin ja auch Allgemeinmedizinerin.“