Große Aufregung um die Schulmilch. Milchprodukte sollten in der Volksschule Altlengbach nicht mehr angeboten werden. Eltern zeigten sich verärgert.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 20. September 2020 (03:35)
Symbolbild
dpa

Für große Aufregung bei den Eltern sorgte ein Infoschreiben der Volksschule Altlengbach. „Darauf stand, dass die Volksschule zur Wasserschule werden soll und es keine Schulmilch mehr geben wird“, zeigt sich Renate Janus, deren zwei Kinder die Volksschule besuchen, verärgert. Viele Schüler würden erst am Vormittag in der Schule frühstücken und daher gerne zu den Milchprodukten greifen, ist sie überzeugt. „Dass Cola und Fanta nicht gesund ist, ist klar“, meint sie.

Auch, weil Janus selbst Landwirtin mit einem Milchkühebetrieb ist, störte sie dieses Vorgehen. „Wir beliefern die Schule nicht, aber ich habe nicht eingesehen, warum das den Bauern plötzlich entzogen werden soll“, sagt sie. Auch ÖVP-Bürgermeister und Bauernkammer-Teilbezirksobmann Michael Göschelbauer weiß von der Thematik. „Ich finde keinen Grund, warum es auf einmal keine Schulmilch mehr geben sollte“, sagt er, der nicht nachvollziehen kann, warum die Info an die Eltern so rausgegangen ist. Natürlich würde nichts gegen Wasser sprechen, aber auch die Schulmilch sollte weiter angeboten werden.

Getränk wird weiterhin angeboten

Mittlerweile hat sich die Angelegenheit in Wohlgefallen aufgelöst. An der Altlengbacher Volksschule wird es weiterhin Schulmilch der Wilhelmsburger Hoflieferanten geben. „Die Schulmilch wäre nur dann abgeschafft worden, wenn die Mehrheit der Eltern beim Klassenforum zugestimmt hätte“, erklärt Direktorin Karin Scheibelreiter. Das Schreiben sei lediglich eine Vorinfo an die Eltern gewesen. Aufgrund der Coronasituation seien die Milchbestellungen im vergangenen Schuljahr auch etwas schwierig gewesen. „Weil die Kinder ja aufgeteilt waren“, so Scheibelreiter.

Daher sei teilweise auch Milch sauer geworden. Aus diesen Grund sei auch überlegt worden, die Wasserschule einzuführen.