Gutschers Drechslerstube war Drehort für „Edmund“-Musikvideo

Die österreichische Top-Band „Edmund“ aus der Region Purkersdorf verbrachte einen Tag in der Werkstatt von Josef Gutscher in Lengbachl (Gemeinde Altlengbach), wo das neueste Video entstand.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 05:52
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Besondere Gäste fanden sich in der Drechslerwerkstatt von Josef Gutscher in Lengbachl ein: Für die Musikgruppe „Edmund“ wurde das Video „Sog ma wonn“ des neuen Albums „Fein“ aufgenommen. „Es wird am 28. Jänner erscheinen“, berichten Roman Messner und Markus Kadensky stolz.

„Oft schreibt das Leben solch‘ schöne Geschichten“

Ab 8. April sind die beiden Musiker, die aus Pressbaum und Purkersdorf stammen, mit „Fein“ auf Tour. Auf ihren Auftritt am 16. April in der Wiener Stadthalle freuen sie sich schon besonders: „Das ist unser lang gehegter Traum.“

Wie ist man für das Video auf Drechsler Gutscher gekommen? „Eigentlich sehr zufällig, aber oft schreibt das Leben solch‘ schöne Geschichten“, sagt René Rodlauer. Der 28-jährige Regisseur ist europaweit tätig und hat bereits das dritte Musikvideo-Projekt der Band „Edmund“ umgesetzt.

Seine Kolleginnen aus der Produktion, Sabine Tatzgern und Sarah Zaza, haben recherchiert und sind in Altlengbach fündig geworden, so der Regisseur, der mit der Wahl sehr zufrieden war: „In dem Moment, in dem ich mit meinem Team in Lengbachl ausgestiegen bin, wusste ich: Das ist es!“

„Gerade in dieser schweren Zeit sollte man sich mehr um seine Liebsten kümmern.“ Roman Messner Musiker

Die Dreharbeiten seien super gelaufen, so Rodlauer: „Nach zwei Tagen und 33 Kameraeinstellungen hatten wir alles im Kasten.“ Auch die Außenaufnahmen in Starzing, bei einer Hütte mit einem kleinen Teich.

„Die größte Herausforderung für uns war es, zwei unterschiedliche Tage und Tageszeiten darzustellen. Daher haben wir uns entschieden, für den ersten Teil im Musikvideo ganz natürlich mit dem Sonnenlicht zu drehen. Für den zweiten Teil, der die Nacht darstellt, mussten wir alle Fenster abkleben“, so der Regisseur.

Nun zum Duo Edmund, das schon zwei Top-10-Alben herausgebracht hat: Roman Messner und Markus Kadensky kennen sich seit über einem Jahrzehnt, spielten in verschiedenen Bands und machten für sich Musik. Das erste Mal zusammen spielten sie Anfang 2017 bei einer Jamsession, ein paar Monate später war „Edmund“ geboren.

Das Debutalbum „Freindschoft“ landete auf Platz 4 der österreichischen Albumcharts und hielt sich für 79 Wochen dort. „Wir haben das Lied angespielt, fertig geschrieben und am selben Tag noch aufgenommen“, erzählt Markus Kadensky. Für das zweite Album „Leiwand“ erhielt das Duo den Amadeus Music Award für das Album des Jahres.

„Edmund“ ist es am wichtigsten, dass ihre Musik ehrlich und echt bleibt. „Das haben wir von Anfang an beschlossen“, so Markus Kadensky. Die Ideen für die Texte kommen aus persönlichen Erfahrungen und aus dem Alltag. Im neuesten Lied „Sog ma wonn“ geht es darum, sich auf das Wesentliche zu besinnen und darüber nachzudenken, was wirklich wichtig im Leben ist.

„Gerade in dieser jetzt schweren Zeit sollte man sich mehr um seine Freunde, Familie und die Liebsten kümmern. Wir hoffen, dass 2022 endlich wieder so wird, wie wir alle uns das wünschen“, sagt Roman Messner. Und Markus Kadensky pflichtet ihm bei.