Neulengbach: 2.800 Tests in nur einer Woche. Covid-19-Abstriche sind gefragt, Testzeit am Samstag wurde um eine Stunde verlängert. Bis jetzt nur ein positiver Fall.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:08)
Rot-Kreuz-Bezirksstellenkommandantin Katrin Wiesinger testet den Leiter der Allgemeinen Verwaltung Reinhard Hubauer. Monika Gfatter bereitet das entsprechende Material vor.
RKNÖ / Neulengbach

Mit einer Testlinie wurde begonnen, mittlerweile sind es vier, das heißt vier Personen gleichzeitig können auf Covid-19 getestet werden. Das Angebot für Menschen ohne Symptome wird äußerst gut angenommen.

Neulengbach testet an mehr Tagen als die Stadt St. Pölten: Von Montag bis Samstag gibt es jeden Tag fixe Testzeiten. Nicht nur Neulengbacher, sondern auch Menschen aus anderen Gemeinden, von St. Pölten bis Zwentendorf, nutzen das Angebot. In den ersten drei Wochen gab es in Neulengbach ein einziges positives Testergebnis.

Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Testzeit am Samstag verlängert. Sanitäter vom Roten Kreuz Neulengbach machen die Abstriche. „Wir freuen uns, dass das Service der regelmäßigen Testungen von der Bevölkerung so gut angenommen wird“, sagt Bezirksstellenkommandantin Katrin Wiesinger.

Mindestens vier Sanitäter sind im Einsatz. „Dadurch gelingt es uns, die Wartezeiten so kurz als möglich zu halten“, so Wiesinger. Die zu Testenden seien oft überrascht, wie schnell der Test durchgeführt wird und dass kaum Wartezeiten entstehen. „Die Abwicklung ist unkompliziert und jeder kann teilnehmen, auch wenn er nicht angemeldet ist“, so Katrin Wiesinger.

„Wir freuen uns, dass das Service der regelmäßigen Testungen von der Bevölkerung so gut angenommen wird“

Seitens der Stadtgemeinde Neulengbach koordiniert Reinhard Hubauer, Leiter der Allgemeinen Verwaltung, die Testungen. „Wir testen mittlerweile über 3.000 Leute pro Woche“, berichtet Hubauer auf Anfrage der NÖN. Der stärkste Tag war der Montag gleich nach dem Lockdown mit 643 Abstrichen. Seitens der Stadtgemeinde freut man sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und mit Freiwilligen: „Ich bin in gutem Austausch mit Katrin Wiesinger, wir telefonieren jeden Tag. Das Rote Kreuz ist sehr gut aufgestellt. Es haben sich ausreichend Freiwillige zur Verfügung gestellt. Das Team ist voll motiviert. Da macht das Arbeiten wirklich Freude“, stellt Reinhard Hubauer fest.

Mindestens 15 Leute sind jeden Tag im Einsatz, um die Tests schnell, reibungslos und unkompliziert durchzuführen. Vor dem Lengenbacher Saal bilden sich zwar immer wieder Warteschlangen im Freien, doch wie auch der Test-Koordinator festhält, betragen die Wartezeiten maximal 15 bis 20 Minuten. Zu Warteschlangen kommt es aus Platzgründen im Saal, weil ja die 2-Meter-Abstandsregel eingehalten werden muss.

"Das Rote Kreuz ist sehr gut aufgestellt. Es haben sich ausreichend Freiwillige zur Verfügung gestellt"

Manchmal gibt es zwar kritische Kommentare von Menschen, die zum Test kommen, doch die positiven Rückmeldungen überwiegen bei Weitem: „Wir haben ein gutes Feedback. Es gibt viele Leute, die sich bedanken für unser Service“, so Koordinator Hubauer. Manche bringen Süßigkeiten wie zum Beispiel eine Großpackung Schwedenbomben für die Tester mit. Auch eine Flasche Sekt wurde schon gespendet.

Reinhard Hubauer ist froh, dass alles gut funktioniert. Auch die Materialbeschaffung läuft ohne Probleme: „Ich melde am Montag bis 16 Uhr an Notruf Niederösterreich den Bedarf an Testkits, am Donnerstagvormittag kann ein Mitarbeiter des Bauhofs das Material von der Feuerwehr-Zentrale in St. Pölten abholen.“ Über Notruf NÖ werde man gut versorgt, es werde immer rasch reagiert, so das Lob von Reinhard Hubauer.