Infos per App: Direkter „Draht“ gefragt. Die Gemeinde Maria Anzbach will in Zeiten der Coronakrise ihre Bürger so rasch wie möglich informieren und setzt dabei auf App von junger Unternehmerin.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 03. April 2020 (03:35)
Die Maria Anzbacherin Julia Ramsmaier hat eine App für ihre Heimatgemeinde entwickelt.
privat

Julia Ramsmaier hat vor einem Jahr das Unternehmen WhappMarketing.com gegründet. Sie unterstützt Gemeinden, Unternehmen und Parteien bei der Kommunikation via WhatsApp. Auch in ihrer Heimatgemeinde Maria Anzbach ist die Jungunternehmerin aktiv, gerade auch in Zeiten der Coronakrise.

„Anzbach am Apparat“ ist die Devise in Coronazeiten.
NOEN

Sie hat schon die Maria Anzbacher Volkspartei betreut, die im Wahlkampf im Jänner auf WhatsApp gesetzt hat. Aufgrund der Coronakrise wurde dieser Parteikanal jetzt in einen öffentlichen Gemeindekanal umfunktioniert: „Es war dringend, und das war die schnellste Möglichkeit“, berichtet die WhatsApp-Kommunikationsexpertin.

„WhatsApp ist auch für die ältere Generation cool.“ Julia Ramsmaier

Die Gemeinde möchte direkten Kontakt zu den Bürgern halten und diese proaktiv informieren. „Gerade in Krisenzeiten möchten wir alle wichtigen Informationen so rasch als irgendwie möglich mit der Bevölkerung teilen“, betont Bürgermeisterin Karin Winter. Und weiter: „WhatsApp ermöglicht es uns, über 700 Menschen sofort zu erreichen. Dafür bin ich allen, die hier mitwirken, sehr dankbar.“

Vizebürgermeister Helmut Peter ist mit der Aktion auch sehr zufrieden: „Julia Ramsmaier verfügt sowohl über das Wissen um gelungene Kommunikation als auch über ein hohes Maß an Empathie. In anspruchsvollen und komplexen Situationen hat sie bei uns rasch und effizient den WhatsApp-Kanal betreut.“

Julia Ramsmaier hat mit ihrem Unternehmen schon mehreren Gemeinden und Unternehmen geholfen, einen solchen Service aufzubauen. Immer mehr Gemeinden würden auf WhatsApp setzen, um ihre Bürger direkt, rasch und zuverlässig zu informieren: „Gerade jetzt ist es wichtig, dass die Gemeindeführung rasch mit der Bevölkerung in Kontakt ist“, betont Julia Ramsmaier. Sie sorgt dafür, dass rechtlich und technisch alles passt.

Und sie freut sich über das positive Feedback: „Ich habe in Maria Anzbach noch keine einzige negative Meldung gehört. Die Bürger sind dankbar, dass sie direkt informiert werden. Auch für die ältere Generation ist das cool.“