Feuer loderte immer auf. Vierkanthof brannte lichterloh. Neun Feuerwehren schützten benachbarte Gebäude und löschten das Feuer. Knapp 24 Stunden später war der Einsatz endgültig beendet.

Von Beate Riedl. Erstellt am 09. März 2015 (15:35)
Die Flammen loderten aus dem Vierkanthof in Wimmersdorf. Neun Feuerwehren kämpften gegen die Flammen.
NOEN, Dietl, FF

„Das Stroh war das Hauptproblem, es hat sich immer wieder entzündet“, erzählt der Johannesberger Feuerwehrkommandant Rupert Bauer. Die Löscharbeiten beim Brand des Vierkanthofes in Wimmersdorf (Gemeinde Asperhofen) am Mittwochabend gestalteten sich schwierig, trotzdem „war es ein reibungsloser Einsatz“.

„Glück war, dass fast kein Wind ging, normalerweise ist es in Wimmersdorf immer windig.“
Einsatzleiter Rupert Bauer, Feuerwehr Johannesberg

Mithilfe eines Krans konnte das Stroh aufgehoben werden, um weiter löschen zu können. Auch ein Bagger und vier Traktoren samt Anhänger waren damit beschäftigt, Stroh wegzubringen. „Außerdem mussten wir die angrenzenden Häuser und Nebengebäude vor dem Feuer schützen“, erzählt Bauer von dem Großeinsatz. Weiters: „Gut dabei war, dass fast kein Wind ging, normalerweise ist es in Wimmersdorf immer windig.“ Sonst hätte sich das Feuer noch weiter ausgebreitet. „Große Herausforderung war auch die Aufbringung von Löschwasser. Dazu war der Aufbau zweier langer Relaisleitungen, die mit mehreren Pumpen betrieben werden, notwendig“, berichtet etwa Michael Gruber von der Feuerwehr Unter-Oberndorf.

Kurz nach Mitternacht war der Brand schließlich unter Kontrolle, definitives „Brand aus“ konnte allerdings erst am Donnerstagnachmittag gegeben werden. Menschen und Tiere wurden glücklicherweise nicht verletzt.

Technischer Defekt wird vermutet

Ein Untermieter am Hof hatte den Brand bemerkt und alarmierte die Einsatzkräfte. „Er hörte einen lauten Knall, schaute nach und versuchte noch etwas zu retten, doch aus dem wurde nichts mehr“, erzählt Bauer.

Die Hofbesitzer, die in Siegersdorf wohnen, befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf Urlaub, der Sohn des Hauses wurde gerufen und war gleich zur Stelle. Zwischen zwei Gebäuden des Hofes, wo ein Wohnmobil geparkt war, brach das Feuer aus. „Brandstiftung wird ausgeschlossen, man geht von einem technischen Defekt aus“, schildert Kommandant Rupert Bauer. Seitens der Polizei gebe es dazu allerdings noch kein Ergebnis: „Die Ermittlungen laufen noch.“

Insgesamt waren neun Feuerwehren (Johannesberg, Asperhofen, Grabensee, Siegersdorf, Dornberg-Geigelberg, Neulengbach, Markersdorf, Maria Anzbach und Unter-Oberndorf) mit 127 Mann (30 Atemschutztrupps) und 22 Fahrzeugen im Einsatz. „Endgültig war der Einsatz für uns am Donnerstag um halb 7 beendet, also knapp 24 Stunden später“, so Rupert Bauer abschließend.