Traum vom Hotel wird für Elfriede Öllerer endlich wahr. Elfriede Öllerer errichtet neben ihrem Bauernhof in Reidling einen Neubau mit 29 Gästebetten.

Von Christine Hell. Erstellt am 22. August 2019 (03:18)
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Die Fassade des Baus ist ausNaturholz.

„Wir sind seit über 30 Jahren Pendler“, lacht Elfriede Öllerer. Sie wohnt mit ihrer Familie in ihrem Elternhaus, am Bauernhof im Zentrum von Asperhofen, zudem ist auch noch der elterliche Bauernhof von Bernhard, ihrem Gatten, in Reidling zu bewirtschaften. Seit Jahren hätte sie einen Traum gehegt, berichtet die engagierte Asperhofnerin: „Ich wollte einen eigenen Hofladen für meine Mehlspeisen, Marmeladen und Gemüsespezialitäten bauen.“

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Der Bau Anfang August, bevor die Holzverkleidung angebracht wurde.

Als der Fuchs die letzten Hühner im alten Stall des Reidlinger Bauernhofes geholt hatte, stand der Hendlstall einige Zeit verlassen da, das Rundherum musste trotzdem sorgsam gepflegt werden. „Nachdem zwei unserer Söhne Interesse zeigten, hatte ich plötzlich die Idee, hier meinen Traum des eigenen Verkaufsladens zu verwirklichen“, berichtet die 50-Jährige.  Das Gästehaus sei dann dazu gekommen, nachdem eine Anfrage beim Bürgermeister den dringenden Bedarf an Gästebetten ergab.

privat
Elfriede Öllerer freut sich über die Gästezimmer, die zur Gänze aus unbehandeltem Fichtenholz verkleidet wurden.

„Das SeneCura Pflegeheim wurde vor Kurzem am Nachbargrundstück errichtet und in Kürze soll auch noch ein Gesundheitszentrum der PVA dazu kommen“, schildert die Asperhofnerin. Darüber hinaus erwartet man Gäste, die auf dem Donauradweg und Traisentalradweg unterwegs sind oder die Arnberger Kellergasse und die Tullner Messe besuchen. „Ganz besonders wichtig war für uns, dass der Neubau zur Gänze aus ökologischen Materialien gebaut wird“, sagt Elfriede Öllerer.

Wohlfühlklima durch Baustoff Holz

Ein guter Bekannter der Familie, ein Architekt und Baumeister in Vorarlberg, hat die Öllerers darin bestärkt, das Gästehaus zur Gänze in Ziegel- und Massivholzbauweise zu errichten. „Alle Zimmer sind komplett aus Vollholzwänden, ohne eine einzige Metallschraube, errichtet“, ist Öllerer stolz. Nur Diagonal-Dübel aus Holz kamen beim Zusammenbau zum Einsatz.

Die Holzteile wurden aus Vorarlberg angeliefert, der Aufbau erfolgte in Kooperation mit dem heimischen Unternehmen Wallner. „Es war uns wichtig, Handwerker aus der Umgebung zu beauftragen, wir haben die Wände mit Kalk ausgemalt, die Außenwände wurden mit unbehandeltem Holz verkleidet“, berichtet die engagierte „Bauherrin“. Besondere Freude bereitet ihr der wunderbare Duft nach Nadelholz in den neuen Zimmern.

Eine ÖKO-Fahrrad-Stromtankstelle, eine absperrbare Fahrradgarage, eine Photovoltaikanlage und die Fernwärmeheizung sind bereits fertig gebaut bzw. installiert, für die Gäste soll es ein tolles Frühstücksbuffet geben.

Nach nur neun Monaten Bauzeit gibt es am 23. September bereits eine „Soft-Eröffnung“. „Einige Tage sind bereits jetzt zur Gänze ausgebucht“, freut sich die Betreiberin des Gästehauses auch über die Buchung von Hochzeitsgesellschaften.