Die Biber wüten im Moosbach. Problematik Große Schäden verursachen die Nager zwischen Würmla und Asperhofen. Kanalrohre sind  untergraben.

Von Melanie Baumgartner und Birgit Kindler. Erstellt am 14. März 2020 (03:37)
Der Beginn eines Biberbaus im Moosbach bei Würmla.
NÖN

 Im Moosbach wütet derzeit eine Biberkolonie. Die Schäden, die dadurch bereits entstanden sind, sind enorm, wie Würmlas Bürgermeister Johannes Diemt erzählt. „Der Biber gräbt sich teilweise zwischen zehn und 15 Metern in die Ackerflächen hinein. Er hat mittlerweile sieben Kanalrohre untergraben, die eingebrochen sind.“ Zwischen Asperhofen und Würmla wurden deshalb schon mehrere Tonnen Steine als Böschungsschutz verlegt. Auch in Asperhofen kennt Bürgermeisterin Katharina Wolk die Problematik: „Die Bauhof-Mitarbeiter mussten schon mehrere Bäume umschneiden, weil die Biber diese abgefressen hatten. Jene Bäume, die noch zu retten sind, werden mit Gittern geschützt.“ Die Situation sei aber schwierig, denn betroffen sei eine Strecke von zirka zehn bis zwölf Kilometern. „Und die kann man nicht ständig kontrollieren“, sagt Wolk.

Der Aushub wurde wieder zugeschüttet und saniert.
ö-news/Öllerer

Karl Gfatter, Obmann des Wasserverbandes, ist mit der Problematik vertraut: „Durch Untergrabung der Böschung durch den Biber rutschen die Güterwege und Feldwege, die neben dem Moosbach verlaufen, einfach weg.“

Kosten der Schäden stehen noch nicht fest 

Wie hoch die Kosten deswegen sein werden, kann momentan noch keiner sagen. Beim Wasserverband werden die Biberschäden separat dokumentiert. Erst Ende des Jahres werden die Kosten dafür präsentiert. „Jetzt ist es noch verfrüht, über die Kosten, die wegen des Bibers anfallen, zu reden.“ Sicher ist, dass die Gemeinde die Kosten zu tragen hat. 

Vorgehen kann man gegen die Biberproblematik aber nicht. „Biber sind geschützt. Es gibt zwar die Möglichkeit, die Tiere einzufangen und woanders auszusetzen, da wird aber lediglich das Problem woanders hingeschoben“, erklärt Diemt. Es gibt zwar Sonderregelungen, die es erlauben, den Biber abzuschießen, dies steht aber derzeit nicht zur Debatte“, versichert Diemt. Als nächsten Schritt wird er sich mit dem Land in Verbindung setzen und anfragen, welche Möglichkeiten es gibt, der Biberproblematik entgegenzuwirken.

Wolk ergänzt, dass es hier ein Konzept vom Land braucht: „Die Gemeinden alleine werden sich hier nicht mehr alleine helfen können.“