Funkamateure haben geübt: Region Wienerwald für Ernstfall gerüstet

Erstellt am 27. Mai 2022 | 04:33
Lesezeit: 3 Min
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Larissa Rentmeister meisterte die Übung perfekt.
Foto: Foto privat
Larissa Rentmeister aus Neulengbach hat bei österreichweiter Übung 400 Funkkontakte, auch mit Staatsfunkstellen, hergestellt. Beim „Young Helpers on the Air-Treffen“ funkten Kinder bei gemeinsamer Aktion dank der Funkamateure-Familie Zwingl.
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Jedes Jahr üben die lizenzierten Funkamateure Österreichs für den Ernstfall. Auch dieses Mal war Neulengbach sehr gut vertreten, die Clubfunkstelle des Österreichischen Versuchssenderverbandes ÖVSV mit der Funkkennung OE3A war durch Larissa Rentmeister „OE3YLR“ besetzt.

Die Neulengbacherin war heuer bereits zum zweiten Mal bei der Übung dabei. „Im ersten Jahr war ich noch unsicher, aber diesmal hat es mir großen Spaß gemacht, Funkkontakte mit allen Bundesländern und auch Staatsfunkstellen wie der Funkstelle der Bundespolizei in Kärnten herzustellen“, berichtet die junge Frau stolz.

„In Form eines Wettbewerbes werden innerhalb von sechs Stunden kurze Nachrichten übermittelt.“

Besonders auf der Frequenz 7Mhz seien die Signale hervorragend gewesen, sagt sie. „Ich habe über 400 Verbindungen mit fast allen Bezirken geschafft. Nur in Tirol fehlen uns einige Funkamateure in Imst und Zams.“

Wie läuft die Übung ab? „In Form eines Wettbewerbes werden innerhalb von sechs Stunden kurze Nachrichten übermittelt. Während der Übung werden möglichst viele politische Bezirke in Österreich mittels Kurzwellenfunk erreicht und die Richtigkeit der Nachricht wird überprüft“, erklärt Larissa Rentmeister.

„Young Helpers on the Air-Treffen“: Auch Kids funkten

Darüber hinaus sorgte die Neulengbacher Funkamateure-Familie Michael und Barbara Zwingl für eine gemeinsame Aktion mit der Kinderfeuerwehr Zeiselmauer beim internationalen „Young Helpers on the Air-Treffen“ der Amateurfunker.

„Die österreichische Fernmeldebehörde hatte zehn Kindern extra eine außerordentliche Sprecherlaubnis erteilt, um mit anderen Kinder- und Jugendgruppen von Feuerwehr, Rettung und Technischem Hilfswerk in der ganzen Welt über Funk Grußbotschaften auszutauschen“, berichtet Barbara Zwingl.

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Max, Clemens und David waren von den Funkversuchen begeistert.
Foto: privat

Für viele Kinder war es ein Erlebnis, zum ersten Mal selbst über Funk mit jungen Feuerwehrkameraden zu sprechen und ihren Namen im internationalen Buchstabieralphabet durchzugeben. Familie Zwingl sorgte für die Antennen, die mithilfe der Feuerwehr aufgebaut wurden. Funkverbindungen gelangen nach Wien, Graz, Telfs, Salzburg und auch zur FF St. Veit in Kärnten.

Florian Zwingl versteckte Peilsender im nahegelegenen Auwald, welche die Kinder, mit kleinen Peilempfängern ausgestattet, suchen und finden mussten. „Es war für alle ein Erlebnis“, freut sich die Neulengbacher Funkamateurin.

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