Übergang in Kirchstetten ist bald Geschichte. Die alte Eisenbahnkreuzung wird heuer geschlossen. Damit verlieren einige Leute ihren Abkürzer.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 18. Oktober 2020 (04:32)
Chahrour

Die Umbauarbeiten beim Bahnhof laufen plangemäß. Die alte Eisenbahnkreuzung wird bald aufgelassen: Ab 27. November ist der Übergang dann nicht mehr passierbar.

Für den Autoverkehr war der Übergang längst gesperrt, in Zukunft können auch Fußgänger und Radfahrer die Eisenbahn an dieser Stelle nicht mehr überqueren. Zu auftauchender Kritik sagt Bürgermeister Josef Friedl: „Das war immer so geplant und war auch bekannt. Es gibt einen Parallelweg von der Firma FMW bis zur Unterführung, den man benützen kann. Das ist Gewöhnungssache. Auf diesem Weg wird noch befestigtes Material aufgebracht.“

Vor allem für Bewohner der Bruckhofsiedlung und der Sonnenhofstraße ist die kleine Eisenbahnkreuzung ein Abkürzer nach Kirchstetten.

Dass sowohl der Übergang in Pettenau als auch der in Kirchstetten vollkommen gesperrt werden, sei mit den ÖBB vereinbart und Bedingung für den Umbau gewesen, erklärt Josef Friedl. Der Bereich der alten Eisenbahnkreuzung werde begrünt und schön gestaltet. Auch ein Zaun soll errichtet werden. Sowohl ÖBB als auch Gemeinde werden die Bürger über die neue Querungsmöglichkeit informieren, so Josef Friedl.

Der Bahnhofsumbau Kirchstetten wurde im Sommer 2019 begonnen und ist derzeit in der Hauptphase. Derzeit werden unter anderem Oberleitungsarbeiten durchgeführt, da kann es bis 23. Oktober zu nächtlicher Ruhestörung kommen.

Im kommenden Frühjahr soll das Bahnhofsprojekt abgeschlossen sein, Ende April könnte die Eröffnung stattfinden. 25 Millionen werden die Maßnahmen für die barrierefreie Neugestaltung des Kirchstettener Bahnhofs kosten.