Asperhofens Industriegebiet wird erweitert

Erstellt am 18. Juni 2022 | 05:39
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8389371_wwa24ah_betriebsgebiet_c_gemeinde_asper.jpg
Bürgermeister Harald Lechner (links) und Gemeinderat Michael Damisch begutachten die neue Straße, die die Gemeinde im Industriegebiet errichtet hat.
Foto: Marktgemeinde Asperhofen
Privatperson verkauft 20.000 Quadratmeter Grund im Betriebsgebiet. Gemeinde investiert in die Infrastruktur.
Werbung

In den vergangenen Wochen wurde eine neue Straße im Industriegebiet in Asperhofen errichtet. In den kommenden Monaten werden zusätzlich Leitungen für Kanal, Wasser und Strom verlegt.

Damit wird Grund aufgeschlossen, den eine Privatperson parzelliert und über einen Immobilienmakler verkauft.

Ortschef Lechner: Platz für große Betriebe zu klein

Die Fläche ist insgesamt rund 20.000 Quadratmeter (etwa drei Fußballfelder) groß. Mehrere Interessenten haben sich bereits ein Grundstück gesichert. Fix sind ein Transportunternehmen und eine Lagerhalle.

Künftig rechnet die Gemeinde mit weiteren kleinen und mittelgroßen Betrieben im Industriegebiet.

Für große Betriebe sei der Platz zu klein, so Bürgermeister Harald Lechner (ÖVP), außerdem fehle der direkte Anschluss an die Autobahn. Gleichzeitig sei nicht das Ziel, dass Asperhofen langfristig zur Gewerbe- und Industriegemeinde wird. „Wir sind eine ländlich geprägte, klein strukturierte Gemeinde und das soll auch so bleiben“, stellt er klar.

Hoffnung: Arbeitsplätze und Kommunalsteuer

Zum einen verspricht sich die Gemeinde mit der Erweiterung neue Arbeitsplätze für die Bevölkerung. Zum anderen steigt durch die zusätzlichen Betriebe die Kommunalsteuer. Sie berechnet sich pro Mitarbeiter eines Unternehmens, das in Asperhofen gemeldet ist. „Bis sich das amortisiert, dauert es aber Jahre“, relativiert Lechner. Zuvor müsse die Gemeinde in die Infrastruktur investieren.

Kritik an den Plänen gibt es laut dem Bürgermeister bislang nicht. „Natürlich ist es eine Versiegelung. Aber ein bisschen Entwicklung muss sein“, ist Lechner überzeugt. „Solange wir noch Mais nach Bischofsdorf führen und dort verbrennen, um Energie zu erzeugen, dürften wir genug Ackerfläche haben.“

Außerdem, wirft der geschäftsführende Gemeinderat Michael Damisch (Unabhängige Liste) im Gespräch mit der NÖN ein, seien alle Bauherren an Vorschriften gebunden.

Werbung