Bauarbeiten sind in Neulengbach voll im Gang . In der Bahnstation und in der B44 wird auf Hochtouren gearbeitet. Es gibt Beschwerden.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 01. Oktober 2020 (03:34)

Die Arbeiten für die Neugestaltung der ÖBB-Bahnstation sind voll im Gang. Für Pendler ist die Baustellenzeit eine Herausforderung. Zehn Tage lang gab es eingleisigen Betrieb, weil im Gefahrenbereich der Bahnanlage gearbeitet wurde. Einige Züge fuhren im Schienenersatzverkehr.

Die neue Station nimmt jetzt bereits Formen an. Im Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen werden, der Zeitplan wird bis jetzt eingehalten. Das Bahnsteigdach wurde montiert, Bahnsteigkanten wurden versetzt. Wie berichtet wird die Station heuer barrierefrei umgestaltet. 7,1 Millionen Euro werden investiert.

Nicht nur direkt im Bahnhofsbereich wird gebaut, sondern auch davor: Die B44 wird saniert, die Kreuzung bei der Ulmenhofstraße wird neu gestaltet, bei der Hechtlbrücke wurde die Hochspannungsleitung unter den Gehsteig verlegt.

Dass es aufgrund der vielen Baustellen auch viele Beschwerden gibt, ist Stadtrat Jürgen Rummel klar: „Es gibt massive Beeinträchtigungen.“ Der VP-Politiker ist nur froh, dass man überall gut im Zeitplan liegt. Am 19. Oktober werden die Fräs- und Sanierungsarbeiten in der B44 beginnen. „Innerhalb von 14 Tagen sollte das umgesetzt werden, das ist natürlich wetterabhängig“, so Rummel. Die Bahnunterführung soll dann wieder offen sein. Es wird nur einseitige Sperren geben: „Punktuell wird es im Rahmen der Asphaltierungsarbeiten Sperren geben, aber man wird überall zufahren können“, kündigt Rummel an.

Probleme für die Unternehmer

Die Sperre der Unterführung hat wie berichtet zu Problemen für die Unternehmer im Alten Markt geführt. „Ich hoffe, dass die Unterführung bald frei ist. Die Betriebe haben wirtschaftlich wahnsinnige Einbußen“, stellt Bürgermeister Franz Wohlmuth fest. Dass es seitens der Stadtgemeinde keine Förderung gibt, sorgt für Kritik, zum Beispiel bei Unternehmer Andreas Tandinger: „Die Betriebe im Alten Markt gehen leer aus.“

Bürgermeister Franz Wohlmuth betont, dass die Gemeinde nicht der richtige Ansprechpartner für Förderungen sei: „Wir haben keinen Einfluss auf die Sperre der Bahnunterführung. Das ist nicht unsere Baustelle, sondern eine Baustelle der ÖBB und des Landes. Wir versuchen, von dieser Seite etwas zu lukrieren.“ Laut Wohlmuth gibt es intensive Gespräche mit den ÖBB.