Naturbestattungsanlage „Regenbogen“ wurde feierlich eröffnet

Erstellt am 25. Mai 2022 | 05:02
Lesezeit: 2 Min
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Pfarrer Richard Gödl (2. v. l.) mit Vizebürgermeister Paul Mühlbauer, Raphael Woitzuck, Vorsitzender der Kirchengemeinde Monika Prager und den Musikern Lisi Dorn und Gerald Selig (v. l.).
Foto: Hell
Letzte Ruhestätte in Wald oder Wiese: Das ist jetzt auf einer Anhöhe in Berging bei Neulengbach möglich.
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Pfarrer Richard Gödl blickte die steile Wiese hinunter: „Auf die Person, die da gerade um die Kurve kommt, warten wir noch.“ Mit traumhaft weitläufigem Blick in die Berge bis hin zum Schneeberg wurde sodann die Naturbestattungsanlage „Regenbogen“ feierlich ihrer Bestimmung übergeben und gesegnet.

„Man sucht sich hier zu Lebzeiten den passenden Trauerplatz aus und bestimmt, in welche Richtung man später schauen wird.“ Pfarrer Richard Gödl

„Alles hat seine Zeit, auch im Bereich der Bestattung hat sich einiges geändert. Was früher absolut undenkbar war, ist heute möglich“, sagte Gödl. Es sei ein langer Weg mit einigen Hürden gewesen, so der Geistliche, aber schlussendlich habe man es mit Familie Woitzuck geschafft, eine Bestattungsmöglichkeit in freier Natur zu schaffen, die für Menschen aller Glaubensrichtungen und auch für Menschen ohne Konfessionen offen steht.

„Man sucht sich hier zu Lebzeiten den passenden Trauerplatz aus und bestimmt, in welche Richtung man später schauen wird“, so der Priester. „Wer sich für einen Platz in unserer Naturbestattungsanlage entscheidet, entscheidet sich für eine letzte Ruhestätte in einer sehr naturbelassenen Landschaft, sei es die hohe Blumenwiese, die Rosenhecke, die Weinhecke, bei einem Stein oder bei einem wild wachsenden Busch sowie im Wald“, erklärte Raphael Woitzuck.

Auch Vizebürgermeister Paul Mühlbauer zeigte sich von der Bestattungsanlage begeistert: „Ich habe hoffentlich noch lange Zeit bis zu meinem Ableben, kann mir aber durchaus vorstellen, hier meine letzte Ruhe zu finden.“

Auch Bestatter Radlherr aus Kapelln und die Bestattung Neulengbach waren vor Ort, um sich ein Bild zu machen. Den Abschluss bildete eine Agape in der Villa Berging.

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